[Leseratten zu Gast] Isa von Isas Bücherregal

15. Juli 2017



Nach längerer Pause gibt es heute endlich wieder eine Leseratten Vorstellung. Schuld an der Pause ist übrigens nicht Isa, die ganz wunderbar ist und wie ich finde ein tolles Bild geschickt hat, sondern ich. Mit dem Beginn des Semesters ist dieses Mal einfach jede Blogplanung durcheinander geraten. Glücklicherweise ist es ja auch mein Letztes.

Aber jetzt, Vorhang auf für Isa, die auf ihren Blog Isas Bücherregal über viele verschiedene Bücher bloggt, von Conni über Jugendbüchern bis zu Sachbüchern. Denkt dran nach dem Lesen den Interviews doch einmal bei ihr vorbeizuschauen.

Gab es für dich "den" Moment oder "das" Buch, der/das dich zur Leseratte gemacht hat?
Ehrlich gesagt... Ich glaube nicht. Meine Familie hat mir als ich Kind war schon immer sehr viel vorgelesen. Ich habe es geliebt und ich denke, das hat einfach dazu geführt, dass ich später dann auch selber lesen wollte. (Ich konnte auch schon vor Schulbeginn lesen, da meine Oma es mir beigebracht hat :'D) Außerdem konnte ich die ganzen Bücher, die mir immer vorgelesen wurden, auswendig und habe dann so getan, als würde ich sie selber lesen. Ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, welches Buch ich als erstes selber gelesen habe. In „jungen Jahren“ waren es aber hauptsächlich Pferdebücher. Nur ich denke nicht, dass es wirklich „das“ Buch gab.

[Rezension] Die fremde Königin

13. Juli 2017

Informationen zum Buch

Quelle: Bastei Lübbe

Die fremde Königin

Rebecca Gablé

Hardcover
673 Seiten
26,00 €
ISBN 978-3-431-03977-1
Website des Verlags

Rezensionsexemplar


Inhalt:


Italien, 951: Gaidemar, ein junger Panzerreiter, soll die italienische Königin Adelheid und ihre Tochter aus der Gefangenschaft befreien.  Gesandt wurde er vom deutschen König Otto. Nach der erfolgreichen Flucht steigt Gaidemar bei Hofe auf und wird zum Vertrauten der neuen deutschen Königin. Trotz allem bleibt sein Status als Bastard jedoch ein Makel, den er nicht abschütteln kann. Und Gaidemar macht sich mächtige Feinde, die jede Schwächen ausnutzen.

Adelheid ist nun eine Königin in einem fremden Land mit einer teils fremden Kultur. Und auch mit ihr meint das Schicksal es nicht immer nur gut.

Meine Meinung:


„Die fremde Königin“ wird zum überwiegenden Teil aus der Sicht von Gaidemar erzählt, auch wenn Adelheid ebenfalls zu Wort kommt. Daneben werden Teile der Geschichte auch noch aus der Sicht anderer Personen erzählt, bei dem vielen Krieg und den Fehden zwischen den einzelnen Adeligen ist das auch bitter notwendig. Ohne diese Perspektivwechsel hätte man als Leser gar keine Übersicht, wer jetzt grade was wieso macht. Dafür, dass Ottos Herrschaft zu dem Zeitpunkt ja eigentlich schon gefestigt war, gibt es doch noch sehr viele Probleme. Das hätte ich nicht so gedacht.

Mich hat sehr gefreut, dass Tugomir, die Hauptperson aus „Das Haupt der Welt“, auch hier wieder kurz auftaucht. Leider nicht so sehr, wie ich es mir gewünscht hätte. Ja, Gaidemar ist auch ein toller Charakter und steht der königlichen Familie definitiv näher als Tugomir, aber ich mochte den stillen Heiler einfach sehr gerne. Ein Krieger wie Gaidemar kann da einfach nicht mithalten.
Adelheid als historische Persönlichkeit finde ich schon länger interessant, sie brachte ja quasi ganz Italien als Mitgift mit und ohne sie wäre Otto wahrscheinlich nie Kaiser geworden. Rebecca Gablé legt hier sehr viel Wert darauf zu zeigen, dass Adelheid nicht nur dem Namen nach eine Königin war sondern auch ihren Taten nach. Sie hat Otto durchaus beraten und teilweise auch selbst regiert. Ich war von der Figur der Adelheid sehr beeindruckt, sie zeigt unglaublich viel Resilenz. Es war sicher nicht einfach plötzlich fast ganz alleine in einem fremden Land zu sein. Und in einem Land mit einem ganz anderen Klima noch dazu (Darüber beschwert sie sich im Buch seehr häufig xD)
Gaidemar ist eine schwierige Person. Mir behagt es nicht, wie sehr er in seiner Rolle als Soldat aufgeht. Andererseits war es damals natürlich auch wesentlich normaler, Deeskalation war glaube ich Ende des 10. Jahrhunderts noch nicht erfunden. Aber wo viele Menschen froh gewesen wären eine relativ sichere Stelle bei Hofe zu haben, trauert Gaidemar den Panzerreitern nach. Exzessiv. Andererseits ist er unglaublich loyal und hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Ich mag, dass er nicht fehlerfrei ist. Und er steht auch zu diesen Fehlern. Ganz großes Plus.

In gewohnter Rebecca Gablé Manier ist „Die fremde Königin“ ein langes Buch, es hat 672 Seiten und umfasst gut 11 Jahre. 11 Jahre in denen sehr viel passiert: Am Ende ist Otto Kaiser und Gaidemar ein Graf. Diese Seitenzahl mag einige Leute abschrecken, aber sie bietet hier eben auch sehr viel Zeit um die Geschichte zu entwickeln. Das ist auch bitter nötig. Zur Erinnerung: Zwischen 951 und 962 zieht Otto zwei Mal nach Italien, sowohl sein Bruder als auch sein Sohn lehnen sich gegen ihn auf, die Ungarn fallen im deutschen Reich ein und die Slawen auch. Mal abgesehen davon, dass seine Frau 4 Kinder bekam.

Ich persönlich mag die Art und Weise wie hier Geschichte erzählt wird sehr gerne. Die Zeit wird dadurch sehr lebendig und dadurch, dass die primäre Hauptperson nicht historisch ist, bleibt sehr viel Raum um sie zu entwickeln. Vom wirklich „wichtigen“ Geschehen ist man aber trotzdem nicht entfernt.

Fazit:


Rebecca Gablé schafft es auch in „Die fremde Königin“ wieder eine vergangene Zeit auferstehen zu lassen und lebendig zu schildern. Und das ohne dabei die historische Realität allzu sehr zu verbiegen. Dafür verdient sie einen großen Applaus und natürlich 5 Sterne. Auch wenn Tugomir nur selten vorkam.


[Jules Rezension] Die Hütte

7. Juli 2017

Hallo meine Lieben!
Da wieder der erste Freitag im Monat ist, darf ich euch wieder ein Buch vorstellen!
Ich habe mich für „Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott“ von William Paul Young entschieden, es ein Buch ist, das mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht hat!
Außerdem ist es das meistverkaufte Buch über Gott seit Erscheinen der Bibel. ;-)

Informationen zum Buch

Quelle: Ullstein

Die Hütte
Ein Wochenende mit Gott

William Paul Young
Übersetzer: Thomas Görden
Taschenbuch
368 Seiten
9,99€
ISBN 3548284035
Website des Verlags



Erster Eindruck 

Auf dem Cover sieht man eine Hütte, die in der linken Bildhälfte verschneit und kalt aussieht, während vom rechten Bildrand warme Sonnenstrahlen auf die Hütte treffen und die grünen, saftigen Blätter eines Baumes ins Bild ragen.

Inhalt 

Das Leben der Familie Phillips wird jäh zerstört, als die jüngste Tochter während eines Camping-Ausflugs entführt und getötet wird. Vorallem der Vater Mack und die Tochter Kate kommen einfach nicht mehr zurecht und Mack überfällt „die große Traurigkeit“, die sich wie ein Schleier über ihn legt und alles betäubt.
Eines kalten Wintertages als Mack alleine zu Hause ist, findet er eine seltsame Nachricht im Briefkasten: Eine Einladung in eben jene Hütte, in der die blutige Kleidung der jüngsten Tochter gefunden wurde. Unterschrieben ist der Brief mit „Papa“. So nennt Macks Frau Nan Gott. Ist dies alles ein grausiger Scherz des Mörders? Oder wartet Gott wirklich in der Hütte auf Mack? Mack beschließt zur Hütte zu fahren um es ein für alle Mal heraus zu finden und erlebt drei Tage, die sein Leben und ihn tief in seinem Herzen nachhaltig verändern werden.

„Vermählung“ oder vom Wagnis einen Jane Austen Roman neu zu erzählen

22. Juni 2017



Ich bin ja was Neuerzählungen von Klassikern oder Märchen angeht immer eher skeptisch. Und Curtis Sittenfeld hat sich hier nicht an irgendein Buch gewagt, sondern an „Stolz und Vorurteil“, eines meiner Lieblingsbücher. „Vermählung“ ist Teil eines Projektes von Harper Collins alle Bücher von Jane Austen zu modernisieren und neu zu erzählen. Bisher erschienen ist z.B. unter anderem eine Neuerzählung von Northanger Abbey, die Val McDermid in Angriff genommen hat. Dabei ist es das Ziel dem Original so treu wie möglich zu bleiben.

Was ist eigentlich das #litnetzwerk?

28. Mai 2017


Tja, was eigentlich. Es begann sein Leben als Hashtag für das erste Kommentier- und Vernetzungswochenende im September 2016. (Danke an AllroundMom, die sich diesen damals ausgedacht hat)

Wir hatten damals alle so viel Spaß beim Kommentieren und Vernetzen, dass wir eigentlich nach dem Wochenende nicht aufhören wollten. Wir wollten diese Energie noch weiter tragen. Daraus entstand dann die Facebook-Gruppe und der Vorsatz das Wochenende zu wiederholen. Eine Nachlese zu diesem ersten Wochenende gibt es übrigens auch hier auf dem Blog.

Jetzt an Pfingsten (2.6. bis 5.6.) geht das Kommentier- und Vernetzungswochenende schon in die 4. Runde und wir sind alle immer noch mit Spaß dabei und im Laufe der Zeit immer mehr geworden ^^

Und in letzter Zeit werde ich immer häufiger gefragt: Wie machst du das eigentlich? Tja, ich mache da gar nichts. Ich freue mich nur über die vielen, tollen Leute, die mitmachen ^^

Lust mitzumachen? 


Link zum "Anmeldeformular": https://goo.gl/forms/ZlyHwQ03LnanjNgq1

Die Teilnehmerliste findest du hier: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1hQZLyjAx81-MnI7TdxLJjbprT6c28QdoB0hUGewzGss/edit?usp=sharing

MERKE: Diese beiden Links sind jetzt für das kommende Wochenende. Die Facebook-Gruppe hat noch eine eigene Liste (übrigens: Die ist neu, jeder muss sich nochmal eintragen ^^) sowie eine Karte auf der man sich eintragen kann.

Gibt es irgendwelche Regeln?

Also es wäre schon schön, wenn du dich über das Formular in die Teilnehmerliste einträgst. Ansonsten gilt: Jeder soviel wie er möchte und zeitlich schafft, man darf die Aktion auch gerne noch etwas verlängern ^^ 
Wer sich angemeldet hat, aber doch aus der Liste wieder raus möchte: Sagt Bescheid, ich kann euch manuell aus der Liste löschen.
Es kommt auch immer wieder die Frage nach Facebook: Ja, es gibt da eine Veranstaltung. Und dort wird auch ab und an mal was gepostet. Aber daran teilnehmen muss man nicht. Man braucht keinerlei Social Media (wobei es immer sehr interessant ist, die Empfehlungen der anderen Blogger zu sehen ^^), nur die Liste oben :)