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Rezension: Die unrühmliche Geschichte der Frankie Landau-Banks



Vor mittlerweile 3 Jahren habe ich dieses Buch über buchbotschafter.de als Rezensionsexemplar vom Carlsen-Verlaf bekommen. Das ist jetzt zwar schon etwas länger her aber trotzdem: Danke! Es ist definitiv ein Buch, dass ich mir selbst nicht gekauft hätte. Dafür macht es dann doch zu sehr den Eindruck eines typischen Jugendbuches.

Erster Eindruck: 

 

Sehr schönes Buch mit Schutzumschlag. Und Lesebändchen! Ich finde Lesebändchen immer sehr schön und finde es auch Schade, dass sie immer mehr aus der Bücherwelt verschwinden. Das Cover ist übrigens auch sehr treffend und bringt gleich die Grundstimmung des Bucher rüber.

Quelle: carlsen

Inhalt:

 

Als Frankie in der neunten Klasse nach Alabaster, einer amerikanischen Eliteschule, kam, war sie einfach nur eine von vielen. Das Anhängsel ihrer älteren Schwester, Mitglied im Debattierklub und total unscheinbar.
In der zehnten Klasse ändert sich alles. Frankie ist nicht mehr länger unscheinbar sondern eine selbstbewusste, gut aussehende junge Frau. Die noch dazu mit Matthew, dem Mädchenschwarm der Schule, zusammen ist. Aber Frankie ist nicht zufrieden, sie will nicht "nur" die Freundin von Matthew sein. Sie beginnt im Namen des Bassetordens Streiche zu spielen. So lange bis es daneben geht...

Meine Meinung:

 

Mir gefällt der Erzählstil von E. Lockhard sehr gut, man kann sich wunderbar in die Personen reinversetzen und es wird nie langweilig. Dazu kommen noch viele Anspielungen auf britische bzw. amerikanische Literatur. Auch die Idee des Panopticums, die sich durch das gesamte Buch zieht regt zum Nachdenken an. Besonders da dass Ende vorweg genommen wird, da das Buch mit einem Brief Frankies beginnt indem diese sich für ihre Streiche entschuldigt.
Eine weitere Sache die eindeutig für dieses Buch spricht ist die Tatsache, dass das Internatsleben realistisch dargestellt ist. Es gehört einfach dazu wird aber nicht à la Hanni und Nanni o.ä. aufgebauscht. Internat ist halt Internat, man gewöhnt sich dran und genau dieses Lebensgefühl kommt gut rüber. Mich als Internatlerin freut dies natürlich besonders, denn Leute, die der Meinung sind im Internat würden nur Partys gefeiert und man wäre der/die Größte wenn man sich nachts raus schleicht nerven auf Dauer einfach nur.

Fazit:

 

Ich würde dieses Buch für alle ab 14 empfehlen, für Jüngere eher nicht, da es für sie schwierig sein könnte, die Hintergründe von Frankies Streichen zu verstehen. Auch Ideen wie das Panopticum oder vernachlässigte Affirmative könnten Jüngere verwirren und die Freude am Buch verderben. Dafür macht es auch als Erwachsener Spaß dieses Buch zu lesen. Es ist auch definitiv eher ein Buch für „Junge Erwachsene“ (Auch wenn ich mich ganz und gar nicht erwachsen fühle…).
Alles in allem: *** Es ist ein nettes, ganz originelles Jugendbuch. Ich habe es auch eigentlich sehr gerne gelesen. Aber allein die Tatsache, dass es mich bis jetzt nicht gereizt hat, das Buch nochmal zu lesen zeigt, dass es dann auch wieder nicht sooo interessant war. Für Leseratten im Alter zwischen 14 und 16 allerdings, die mal was anderes als Twilight und ähnliche Geschichten lesen wollen ist es allerdings ein super Buchtipp.

E.Lockhard

Die unrühmliche Geschichte der Frankie Landau-Banks
Hardcover, Carlsen
352 Seiten,
Preis: 16,90 €

Erscheinungsdatum: 25.08.2010
ISBN 978-3-551-58216-4

1 Kommentar

  1. Das sehe ich alles ähnlich, wie du. Allerdings steht dieses Buch nun schon wieder seit 4 Jahren in meinem Schrank und ich fühle mich nun bereit, es interessehalber noch einmal zu lesen. Mir hat gefallen, dass diese realistische Darstellung so ungewöhnlich ist in dem Genre. Ich hatte etwas anderes - eher rosarotes - erwartet und war überrascht und begeistert, als ich das nicht bekommen habe.

    Liebe Grüße
    Souci

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