Autorenbriefe

Autorenbriefe
Lieber Autor...

litnetzwerl

litnetzwerl
#litnetzwerk

Lieblingsbeitrag

Lieblingsbeitrag
Der Gesang der Nachtigall

Rezension: Liebe und andere Parasiten

Über eine Buchverlosung mit Leserunde auf lovelybooks habe ich bereits vor einigen Woche dieses Buch bekommen. Also gibt es heute einen Rezension dafür

Quelle: DVA

Erster Eindruck:



Das Cover ist meiner Meinung nach sehr interessant. Allerdings suche ich immer noch nach dem Bezug zum Buch. Die Seifenblasen sind jedoch sehr gelungen und noch mit einem Glanzlack überzogen. Abmachen sollte man den Schutzumschlag jedoch nicht. Wie man bei einem so ernsten und auf Erwachsene abzielenden Buch auf einen altrosa Einband mit pinken Lesebändchen kommt ist mir ein Rätsel…


Inhalt:


Ritchie war mal ein berühmter Rockstar. Heute jedoch leitet er eine Art Casting Show. Und statt seiner Frau Karin treu zu bleiben schläft er mit einem der Mädchen aus dieser Show.
Blöd nur, dass die noch minderjährig ist und das es der selbsternannte Moralapostel Val erfährt. Und der ist auch noch der Ex von Bec, Ritchies Schwester. Und hat mit ihr noch eine Rechnung offen…


Meine Meinung:


Das Buch beginnt wirklich gut. Die Charaktere werden super beschrieben und auch wenn kein einziger ein wirklicher Sympathieträger ist möchte man doch wissen wie es weiter geht. Dabei zeigt James Meek die Untiefen der Moral auf. Wie weit darf man gehen um sich selbst oder andere zu retten? Und was ist eigentlich richtig und was falsch? Es wird ein Querschnitt unserer Gesellschaft gezeigt, mit den Wissenschaftsgläubigen und den extremen Christen und mit denen, die nur sich selbst retten wollen und denen, die am liebsten die ganze Welt retten wollen.
Aber nach einiger Zeit ist dieser Rausch vorbei. Der Schreibstil ist zwar weiterhin super, die Charakterstudien gelungen, aber irgendwie ist die Begeisterung futsch. Es geht nicht weiter, große und kleine Krisen werden mehr oder weniger gut bewältigt aber nichts ändert sich. Am wenigsten die Charaktere. An denen geht alles spurlos vorüber, die wenigen Moment der Selbstzweifel führen ins Nichts. Dazu kommen viele Ungereimtheiten was die wissenschaftlichen Aspekte des Buches angeht. Schön, dass der Autor weiß, dass wichtige Aufsätze in der Nature erscheinen. Vom Peer Review System hat er allerdings noch nie gehört. Was leider einen ganzen Plot zerstören…


Fazit:


Guter Anfang, schlechtes Ende.  Die Idee hinter diesem Buch ist zwar gut aber nicht ganz bis zum Ende gedacht. Schade eigentlich, denn James Meek schreibt sehr gut und hat ein Talent dafür hinter die Fassade seiner Charaktere zu sehen.
Von mir gibt es dafür so nur 2 Sterne.**

Seite des Autors: hier klicken
Verlagswebseite

James Meek
Liebe und andere Parasiten
Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen
560 Seiten, 22,99€ [D] 23,70€ [A]
ISBN: 978-3-421-04586-7
DVA
 

Keine Kommentare

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.

Powered by Blogger.