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Rezension: Patient meines Lebens



Vom Droemer Knaur Verlag habe ich vor einiger Zeit ein Rezensionsexemplar von Bernhard Albrecht's Buch "Patient meines Lebens - Von Ärzten, die alles wagen" erhalten. Nochmal eine dickes Dankeschön dafür. Ich hatte schon vorher mit dem Gedanken gespielt mir dieses Buch zu kaufen, aber so war es natürlich eine noch bessere Lösung.

Nun also los zur Rezension!



Quelle: Droemer

Erster Eindruck: 

 

Endlich mal wieder ein Buch, bei dem das Cover nicht auch zu 5 andere Bücher passen würde! Die Beschreibung auf der Rückseite finde ich allerdings nicht so gelungen, sie scheint mir etwas reißerisch.

Inhalt:

 

 Bernhard Albrecht schreibt über Ärzte. Und über Patienten. Und darüber wie beide zusammen Krankheiten besiegen. Denn das ist Albrecht wichtig zu betonen. Alle diese Geschichten haben eins gemeinsam: Der Patient vertraut dem Arzt bedingungslos und ist bereit alles zu geben und geheilt zu werden. Insgesamt finden sich 9 einzelne Berichte im Buch. Vom Frühchen über die Schmerzpatienten zum HIV-Infizierten. Alles ist dabei und jede einzelne Geschichte ist anders.  Einige Ärzte betreten gar nicht wirklich Neuland sondern sie gehen nur den nächsten logischen Schritt in ihrer Entwicklung.  Andere fangen wirklich etwas ganz Neues an.

Meine Meinung: 

 

Besonders bewegt hat mich die Geschichte über den „Berlin Patient“, der durch eine Stammzellentransplantation von HIV geheilt wurde und nach einem Rückfall heute in Armut lebt. Auch die Geschichte über die beiden Frühchen, die in der 21 Woche geboren wurden und von denen eines trotzdem durchkam war sehr bewegend. Weniger interessant war dagegen das Kapitel „Neue Füße“. Hier ging es hauptsächlich darum wie lange es dauert bis man einen Arzt findet, der weiß was er tut. Aber insgesamt war nichts wirklich Neues oder Spannendes an der Geschichte, auch wenn sie natürlich sehr tragisch war. Als jemand, der sich im Studium mit Naturwissenschaften beschäftigt und auch schon in der Schule Wissen über Biologie, Chemie und Medizin quasi aufgesogen hat waren mir einige der Erklärungen etwas zu einfach gehalten. Andererseits weiß ich auch, dass natürlich nicht jeder einen solchen Hintergrund hat. Teilweise ist einfach nicht klar für welche Zielgruppe das Buch geschrieben wurde. Für den BILD-Leser ohne Vorbildung von nebenan oder für den Geo-Leser, der auch schon seine Kolumne verfolgt hat und sich den Naturwissenschaftlichen Hintergrund wie selbstverständlich erschließt.

Fazit: 

 

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Und einen in die Welt hinter der Krankenhaus-Fassade entführt. Man möchte aufstehen und Medizin studieren um einen Tages auch genau solche Dinge für eine andere Person vollbringen zu können. Es ist auch ein Buch, dass wahrscheinlich nur ein Mensch wie Albrecht hätte schreiben können. Das Zitat von Eckart von Hirschhausen auf der Rückseite trifft es da gut: „Medizin ist Wissenschaft und Kunst zugleich. Bernhard Albrecht hat diese Doppelbegabung: tiefe Recherche als Arzt und einen packenden Stil als kunstvoller Autor“
Dafür gibt es von mir ****. Keine 5, weil es mich so sehr auch nicht begeistert hat. Außerdem fände ich auch das Taschenbuchformat geeigneter für dieses Buch. Aber es ist durchaus empfehlenswert, auch wenn es wahrscheinlich nicht jeden Geschmack trifft.

Bernhard Albrecht
Patient meines Lebens - Von Ärzten, die alles wagen
Hardcover, Droemer
Erscheinungsdatum: 01.08.2013
272 Seiten, Preis:19,99€
ISBN: 978-3-426-27594-8


Link zum Buch
Website des Autors: http://bernhard-albrecht.de

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