Autorenbriefe

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Lieblingsbeitrag

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Der Gesang der Nachtigall

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[Adventskalender] 23

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[Montagszitat] Schokolade

Photo courtesy Orange County Archives

"Alles was du brauchst ist Liebe. Aber ein bisschen Schokolade ab und an schadet nicht"

-Charles M. Schulz


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Die Leseratte auf Bücherreise



Es gibt zwei Sorten Ratten:Die hungrigen und satten.Die satten bleiben vergnügt zu Haus,Die hungrigen aber wandern aus. Heinrich Heine

...und da die Leseratte Appetit verspürt (na klar, auf einer Buchmesse!) durchstreift sie die Regale, Stände und Bühnen auf der Suche nach einer literarischen Heimat auf Zeit, denn wirklich zu Hause ist sie doch nur in einem Buch. Ins Reihenhaus könnte man ziehen, zu Judith Hermann mit „Aller Liebe Anfang“ - aber da kommt man ja eigentlich eh schon her. In den Irak wird in letzter Zeit oft ausgewandert, zum „Islamischen Staat“ und der Roman von Sherko Fatah, das so beängstigend aktuell geworden ist, beschreibt die Gegend schon im Titel sehr treffend: „Der letzte Ort“.

Andererseits aber auch abschreckend, wenn man sich gleich zu Beginn mit Albert, diesem etwas naiven Idealisten aus der ehemaligen DDR ,in einem Holzverschlag und in Gefangenschaft einer islamistischen Terrorgruppe wiederfindet. Eigentlich war er in den Irak gekommen, um beim Wiederaufbau, der zerstörten und geplünderten Museen zu helfen. In der gemeinsamen Geiselhaft mit seinem Dolmetscher Osama zeigt sich aber wie tief die kulturellen Gräben sind, selbst wenn man sich bemüht, einander zu verstehen. Weltpolitik und eine fremde Kultur, das klingt nach einer Bildungsreise mit Abenteuergarantie – von einem Autor, dessen Fähigkeit Spannung aufzubauen oft mit der Robert Louis Stevensons verglichen wird.

Eine Alternative wäre eine Stippvisite nach Georgien – so hatte es die Autorin Nino Haratischwili zumindest geplant, geworden ist „Das achte Leben (Für Brilka)“ eine Odyssee durch das 20. Jahrhundert, das „alle verraten hat“. Inspiriert habe sie eine alte Villa in Tiflis, an der sie als Studentin oft vorbeigegangen sei, erzählt sie auf dem blauen Sofa des ZDFs. Sie habe sich vorgestellt, wie es gewesen sein könnte in dieser Villa zu leben und später gelesen, dass man im Garten Leichen gefunden habe – die Villa hat Lawrenti Berija, Stalins Geheimdienstchef, gehört. Haratischwili schildert eine georgische Familiengeschichte durch das gesamte Jahrhundert hindurch und verwebt deren Fäden, wie sie im Prolog schreibt, wie in einem Teppich mit der großen Geschichte, der Sowjetgeschichte und den beiden Georgiern, die sie geprägt haben: Stalin und jenem Lawrenti Berija, der in einer so schönen Villa gelebt hatte.

Und wenn man schon einmal da ist... Ein Sprung über die Grenze, schon ist man in Aserbaidschan. Von hier stammt Olga Grjasnowa und hier spielt auch ihr Roman „Die juristische Unschärfe einer Ehe“ - zumindest der zweite Teil. Der Anfang spielt dort, wo die Autorin heute lebt: in Berlin. Dort führen die Ballerina Leyla und der Psychiater Altai, beide stammen aus Baku und lebten lange in Moskau, eine Scheinehe im Exil. Die Familien dürfen nicht wissen, dass sie homosexuell sind. Als Leylas israelische Geliebte Jonoun in die eheliche Wohnung zieht, wird es jedoch kompliziert und
Leyla flüchtet nach Baku: in das Nachtleben der Nomenklaturakinder.
Grjasnowas Roman ist wie ihr Debut „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ eine scharfzüngige Abrechnung mit Vorurteilen und Verlogenheiten der westlich wie östlichen Welt, von der Toleranz des Hipster-Berlins, die eben doch nur jenen hilft, die sie sich durch immer höhere Mietkosten erkaufen können, bis zur Moralgesetzgebung des muslimischen Aserbaidschans, die aber auch nur jene betrifft, die arm und ohne Verbindungen zur Machtelite sind. Zwischen diesen Polen seziert sie eine Generation, die alle Möglichkeiten hat und doch versagt, weil sie aus Angst, die Erwartungen nicht zu erfüllen, vergessen hat, was ihre eigene Ziele sind. Am Ende ist Leyla schwanger – und man hat Angst um ihr Kind...

Vielleicht doch kein gemütliches Nest für eine Leseratte..? Sie wünschen sich mehr Zukunft? Mehr Optimus und unbegrenzte Möglichkeiten? Social Media und Second Life? Einen Digital-Native-Thriller in der coolsten Stadt der Welt? Dann sollten wir uns zu guter Letzt noch nach New York aufmachen, in eine Seitenstraße in Manhatten, die sich lediglich dadurch auszeichnet, dass in ihr noch „keine einzige Szene von Law & Order gedreht worden“ ist. Hier steht die Otto-Kugelblitz-Schule, benannt nach einem – natürlich fiktiven – Schüler Freuds, für den der Tod, die einzig denkbare Form geistiger Gesundheit war.

Willkommen in der Welt des Thomas Pynchon – von der man nie weiß, ob sie real oder ein Alptraum ist... „Bleeding Edge“ - benannt nach einem Term für experimentelle Anwendungen in der IT – spielt um 9/11 in New York und doch geht es nur am Rande um Al-Kaida. Das Internet ist der heimliche Protagonist – und die Versuche der Geheimdienste und Start-Ups es zu kontrollieren. Der wohl neueste Versuch ist „Deep Archer“, doch ob auf dieser Plattform, Geld gewaschen wird, Terroranschläge geplant werden oder all das nur Propaganda ist – bei Pynchon gibt es keine Antworten, nur Fragen – und eine bemerkenswerte Voraussage: Als „Bleeding Edge“ in den USA erschien, lagen Edward Snowdens Enthüllungen nur wenige Wochen zurück – und deckten sich mit Pynchons Science-Fiction-Visionen. Und so folgt man der Wirtschaftsdetektivin Maxine Tarnow in die Welt der Nerds und Agenten – und in die Geschichte des Internets, das als militärischer Rechencluster begann. Es sei von Anfang an böse gewesen und nie gebändigt worden, schreibt Pynchon und die Leseratte ahnt, es gibt leichtere Kost, aber wenige, die so nahrhaft ist.

Kennen sie die Frage, ob sie etwas wirklich erlebt oder nur gelesen haben? Wie bei Thomas Pynchon nie gelöst wird, was Realität und was Fiktion ist, kann auch unser Bewusstsein die Erfahrungen, die wir in einem Buch gemacht haben, manchmal nicht von den anderen trennen. In „Das achte Leben
(Für Brilka)“ schildert Nino Haratischwili in sieben Lebensläufen den Schrecken der vergangenen
Jahrhunderts und bannt ihn gleichermaßen in die Worte – Literatur hat eine magische Beziehung zu Formulierungen, als seien sie Zaubersprüche. Der letzte Abschnitt ist nach Brilka, der Adressatin des Buches benannt und besteht aus einer leeren Seite. Ein Buch als Erlösung, als Pilgerreise – und das Ende ist wieder offen...

In diesem Sinne: Viel Glück – ihr Reiseführer


Alexander Leseratte

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[Adventskalender] 18


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[Adventskalender]16


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[Montagszitat] Die Zeit des Zuviel...


via wikimedia Commons

Weihnachten ist die große Zeit des Zuviel.

-James Henry Leigh Hunt


Oh ja, man wird ja quasi überschüttet mit Zeugs. Nicht nur Geschenke auch das ganze drumherum. Weihnachtslieder ab Oktober, Schokoladen und Kekse schon seit Ende August...
Im heutigen Adventskalendertürchen findet sich ein Lied das genau über dieses "Zuviel" spricht/singt/was auch immer.
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[Adventskalender] 15


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Auslosung Türchen Nr. 6

Moin!

Im heutigen Türchen schon angekündigt habe ich nun die Auslosung für das 6. Türchen dabei.

Insgesamt gab es 5 Teilnehmer. Und alle hatten die Antwort richtig ^^

Auf jeden Fall habe ich dann mal eine Fruit Machine angeschmissen, damit sie mir den Gewinner verrät.

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[Adventskalender] 13

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[Rezension] Little Britain

Moin allerseits, da bin ich mal wieder. Diesmal mit einer Rezension. Verzeiht mir übrigens, dass diese ziemlich kurz ist. Ich wusste einfach nicht was ich schreiben sollte ^^

Informationen zum Buch

Quelle: Goldmann

Little Britain - Notizen von der Insel

Christian Zaschke

Hardcover
192 Seiten
14,99€
ISBN: 978-3-442-31379-2
Verlag: Goldmann




Erster Eindruck: 

Sehr britisch. Macht gleich Lust auf das Buch.

Inhalt: 

Christian Zaschke erzählt von seinem Leben als Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in London in seiner Kolumne „Little Britain“. Hier sind die besten seiner Texte versammelt.

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[Adventskalender] 12


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[Adventskalender] 10

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[Adventskalender] 9

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[Montagszitat] Eichendorff...




Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

von Franz Kugler, via Wikimedia Commons

Joseph von Eichendorff

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[Adventskalender] 5

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[Rezension] Der Ozean am Ende der Straße

Moin!
Heute möchte ich euch ein absolut fantastisches (im wahrsten Sinne des Wortes) Buch vorstellen. Erstmal ein dickes, fettes "DANKE!" an den Eichborn Verlag, der mir im Austausch für eine ehrliche Rezension dieses Exemplar zur Verfügung gestellt hat.
Wie immer kommt ihr mit einem Klick auf das Buchcover zur Buchseite des Verlags.

Informationen zum Buch

Quelle: Eichborn

Der Ozean am Ende der Straße

Neil Gaiman

Übersetzer: Hannes Riffel
Hardcover
238 Seiten
18,00€
ISBN: 978-3-8479-0579-0/>
Eichborn



Erster Eindruck:

Auf dem Vorsatzpapier (also dem Papier, welches die Innenseite des Covers bildet) sind Teile des Textes in Handschrift angebildet. Tolle Idee! Das Coverbild selbst gefällt mir auch wirklich gut.

Inhalt

Ein Mann kehrt nach vielen Jahren zu einer Beerdigung in sein Heimatdorf irgendwo in Sussex, England zurück. Da er noch etwas Zeit hat beginnt er durch die Gegend zu fahren. Irgendwann kommt er an einem Hof an und erinnert sich dort an seine Kindheit. Genau genommen: An das Jahr in dem er 7 wurde und Lettie Hempstock traf. Der Ententeich der Hempstocks sei eigentlich ein Ozean, behauptet sie, und ihre Großmutter sei schon am Leben gewesen, als der Mond entstand...


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[Montagszitat] Weihnachtszeit


von Christian Albrecht Jensen
 via wikimedia Commons

Wie leide ich vor Sehnsucht! Wäre es doch Weihnachten!

-Hans Christian Andersen

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