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[Rezension] Kindheit in Trümmern

Hallo meine Lieben!
Pünktlich zum Feiertag gibt es heute eine Rezension. Danke nochmal an den Ravensburger Verlag für das Rezensionsexemplar! Selbst hätte ich dieses Buch wahrscheinlich nicht entdeckt, aber jetzt bin ich froh es bei Katjas Aufruf entdeckt zu haben!
Außerdem möchte ich euch gerne auf das momentan laufende Gewinnspiel hinweisen. Noch bis heute Nacht könnt ihr teilnehmen! Und bisher stehen die Chancen wirklich gut!

Informationen zum Buch

Quelle: Ravensburger

Kindheit in Trümmern

Barbara Warning

Hardcover
192 Seiten
€19,99 [D] €20,55 [A]
ISBN: 978-3-473-55375-4
Ravensburger



Erster Eindruck:

Ungewöhnliches Format, eher Bildband als Sachbuch. Aber sooo toll. Das Cover passt super und der Titel und das Bild von den Kindern ist mit einer Folie so ein bisschen hervorgehoben.

Inhalt:

Deutschland 1939 bis 1955. In einer Zeit, die geprägt ist von Krieg, Flucht und Hunger habe es gerade Kinder nicht leicht. Einiger dieser Kinder erzählen davon wie sie diese Zeit erlebt haben. Sie erzählen Geschichten von Flucht und Vertreibung, von DP-Camps, von kalten Wintern und Bratkartoffeln mit Kaffee statt Öl…

Meine Meinung:

Die Idee hinter diesem Buch ist einfach mal genial. Zeitzeugenberichte gibt es viele, aber dieses Buch geht besonders auf die Kinder und Jugendlichen ein. Außerdem sind die Jugendlichen von heute Zielgruppe.
Das Buch ist in verschiedene Abschnitt geteilt, grob nach Zeit und den erlebten Ereignissen. Beginnend mit Geschichten über Flucht und Vertreibung geht es weiter mit verlorenen Kindern, das Leben direkt nach Kriegsende zu den oft lange Wartezeiten bis der Vater aus der Kriegsgefangenschaft wiederkam und schließt ab mit Berichten über die Schulzeit in den letzten Kriegsjahren und ersten Jahren nach dem Krieg. Der Zeitraum 1939-1955 ist meiner Meinung nach dabei gut gewählt, auch das der Fokus eher auf den Jahren nach 1944 liegt. Zwar ist das Wieso? Auch wichtig, wenn es um den zweiten Weltkrieg geht, aber die direkte Nachkriegszeit ist wesentlich interessanter. Denn unsere Großelterngeneration war während des Krieges selten schon erwachsen, die meisten sind Mitte bis Ende der 30er oder zu Beginn der 40er geboren. Diese Erfahrungen sind also Dinge über die man der eigenen Familie noch Fragen stellen kann. Meine Oma ist übrigens von der Idee des Buches unglaublich begeistert, auch wenn sie es noch nicht gelesen hat.
Auch super finde ich, dass die Zeitzeugenberichte ohne Wertung und mit wenigen Erklärungen abgedruckt sind. So kann sich jeder ein eigenes Urteil bilden. Für alleinlesende Kinder und Jugendliche die das Thema NS und Zweiter Weltkrieg in der Schule noch nicht behandelt haben ist es deswegen nicht geeignet. Es gibt zwar historische Überblicke zu Beginn der Kapitel und auch die Zeitzeugenberichte sind mit Anmerkungen versehen, aber es sind und bleiben Primärquellen, die der Leser mit einer gewissen Skepsis betrachten sollte. Für jemanden, der den Hintergrund nicht gut genug versteht könnten deswegen die Zeitzeugenberichte selbst nicht besonders gut verständlich sein.

Fazit:

Ein wunderbares Sachbuch, das sich gut als Begleitlektüre zum Geschichtsunterricht eignet oder zum gemeinsamen Lesen mit Oma und Opa, die ja oft genau dieser Generation entstammen. Für Kinder und Jugendliche ohne Vorwissen und ohne „Begleitung“ allerdings etwas schwer.

7 Kommentare

  1. Hey!
    Ich denke, dass du Recht hast. Ohne Unterstützung würde ich Kinder und Jugendliche das Buch auch nicht lesen lassen wollen. Die Geschichten sind schon sehr hart und direkt. Alleine deswegen denke ich, dass dort eine gewisse Unterstützung gegeben werden sollte.
    LG
    Yvonne

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    1. Hey,
      es ist halt etwas verwunderlich warum es als ab 10 gekennzeichnet ist, ohne diese Kennzeichung wäre ich nie auf die Idee gekommen, das Kinder das alleine lesen könnten ^^
      LG
      Lena

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    2. Darauf habe ich gar nicht geachtet, dann hätte ich das in meiner Rezi auch erwähnt. Niemals würde ich das Buch einem 10jährigen Kind alleine zum lesen geben. Ehrlich gesagt fände ich das unverantwortlich.
      LG
      Yvonne

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    1. An dieser Stelle befand sich ein Kommentar, in dem der Krieg als "die schönste Zeit" beschrieben wurde. Was vollkommen okay ist, das ist persönliche Meinung.
      Was nicht okay war: Es befand sich in diesem Kommentar ein Link zu einem youtube-Video in dem der Holocaust geleugnet wurde. So weit ich weiß ist dies in Deutschland ein Straftatbestand und da ich als Blogbetreiberin grundsätzlich erst einmal haftbar bin habe ich den gesamten Kommentar gelöscht, da ein alleiniges rausnehmen des Links nicht möglich ist.

      Lieber Kommentator: Nächstes Mal bitte ohne dubiose Links und nicht-anonym.

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  3. Ich kannte das Buch gar nicht, lese aber sehr gerne Bücher aus der damaligen Zeit, einfach weil man sich das immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte und wie viel Glück wir haben, dass es uns besser ging und geht und wir dafür einfach mal dankbar sein sollten. Das Buch klingt wirklich super, vielen Dank für den Tipp. glg Franzi

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    1. Also dieses Buch ist wirklich zu empfehlen. Es ist auch wunderbar aufgemacht und hat viele Bilder.

      LG
      Lena

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