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[Rezension] Der Palast der Meere

Da bin ich wieder! Diesmal mit einer Rezension.
Ich habe Anfang Oktober mal wieder Glück gehabt bei Blogg dein Buch und dürfte "Der Palast der Meere" von Rebecca Gablé lesen. Danke an Bastei-Lübbe für das Rezensionsexemplar.


Informationen zum Buch

Quelle: Bastei-Lübbe


Der Palast der Meere

Rebecca Gablé

Hardocver
957 Seiten
€ 26,00 [D]
ISBN 978-3-431-03926-9
Verlagswebsite



Erster Eindruck:


Hach, dieses Cover. Ich mag es einfach. Das Design erinnert mich ein bisschen an die Seekisten, die bei uns im Heimatmuseum stehen. Da sind auch oft Windrosen und Bilder von Schiffen eingraviert oder die Kisten sind entsprechend bemalt. Zu den anderen Büchern passt es auch sehr gut, was mich immer glücklich macht, selbst wenn ich nur den ersten Band (wenn auch in der "langen" Ausgabe) besitze.

Inhalt:

Isaac und Eleanor von Waringham haben auf den ersten Blick bis auf ihren Vater wenig gemeinsam. Eleanor hat ihr ganzes Leben an der Seite von Königin Elizabeth verbracht. Sie kennt die Geheimnisse eines jeden Menschen bei Hofe und wird "das Auge der Königin" genannt. Einzig und allein der Londoner König der Diebe stört das Bild der perfekten Hofdame...
Isaac dagegen hat nahezu sein gesamtes Leben entweder in Waringham oder bei seinem Onkel, dem Tuchhändler Philip Durham, in London verbracht und er hasst es. Deshalb schleicht er sich auf ein Schiff in der Hoffnung so auf den Kontinent zu kommen. Nur fährt dieses Schiff in die Neue Welt und nicht nach Frankreich...

Meine Meinung:

Meine Zusammenfassung ist echt schlecht. Es ist einfach unglaublich schwierig dieses Buch in Worte zu fassen. Es spielt zwischen 1560 und 1588, als über einen Zeitraum von 28 Jahren. Und dann gibt es diesmal auch noch zwei Hauptpersonen, die wenig bis gar nicht miteinander interagieren. Ja, sie sind Halbgeschwister, aber selten sind beide mal in einem Raum. Was dieses Buch gerade deshalb aber auch besonders spannend macht, denn es entsteht ein sehr vielseitiges Portrait der Zeit. Das Leben bei Hofe und das Leben auf See sind ja jetzt nicht unbedingt vergleichbar ;)
Rebecca Gablé hat es schon in ihrem vorherigen Büchern gezeigt: Sie kann schreiben und wie. Und historische Romane kann sie meiner Meinung nach besonders gut. Mein Favorit von ihr wird wahrscheinlich immer "Der König der purpurnen Stadt" bleiben, aber "Der Palast der Meere" ist auch wirklich gut.
Es gibt wieder jede Menge Intrigen und Schicksalsschläge, aber durch die zwei verschiedenen Hauptpersonen wird es nicht zu viel auf einmal sondern ist etwas aufgelockert. Das hilft auch bei 900 Seiten nicht aufgeben zu wollen. Durch die Abwechslung (und die gut platzierten Zeitsprünge) hat man nie das Gefühl, dass es langweilig wird oder sich zieht. Stattdessen möchte man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen, bei 900 Seiten etwas ungünstig, schließlich muss man (bzw. ich auf jeden Fall) ja auch noch essen und trinken und zur Uni gehen...
Besonders gefallen hat mir diesmal, dass das Umfeld von Isaac und Eleanor ebenfalls sehr gut charakterisiert ist. Mir ist nicht eine Figur aufgefallen, die irgendwie nicht richtig ausgearbeitet wirkt. Hut ab dafür!
Ein kleines Nachwort mit den geschichtlichen Hintergründen gibt es auch wieder, so etwas finde ich muss sein bei einem historischen Roman.

Fazit:

Schwierig, Schwierig. Es ist nicht ihr bestes Buch, aber es ist besser als fast alle anderen historischen Romane, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Also 4 Sterne oder 5 Sterne?
5 Sterne, weil es mehr solcher Bücher geben sollte!

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