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Der Gesang der Nachtigall

Raus aus der Flauschzone? Professionalisierung und Monetarisierung bei Buchbloggern



Als Karla Paul am Sonntag bei den buchmesse:blogger sessions ihre Keynote beendete, fing es an leicht zu köcheln auf Twitter. Karla forderte uns Buchblogger auf, „Vollprofis [zu werden] für die leidenschaftliche Hingabe zum Buch“. Von ihr stammt auch der Satz im Titel: „Kommt endlich raus aus eurer Emo-Flauschzone und stellt euch der dringend notwendigen Professionalität“

Flauschzone? Recht hat sie. Wann haben wir das letzte Mal richtig über etwas diskutiert? Oder uns über etwas aufgeregt? Mir fällt da spontan nichts ein, also außer das ewige „Ich hätte gerne mehr Kommentare“ oder „Rezensionsexemplare sind gut/böse“.

Also professioneller werden. Sich mit SEO und Google Analytics beschäftigen. Sich vernetzen und Bloggerkonferenzen besuchen. Ist das so schwer? Da Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, kann es sowieso nicht schaden, sich regelmäßig zu informieren z.B. über die Impressumspflicht. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie professionell er sein Hobby betreiben will.
Nur gehen heute doch alle nur noch mit Pulsuhr und Smartphone-Tracker laufen und jeder Lauf wird akribisch analysiert. Wenn joggen gehen also schon fast eine Wissenschaft ist, auch im Hobby-Bereich, warum wehren sich so viele im Buchblogger-Bereich dagegen etwas professioneller zu werden?
Muss ja nicht gleich die ganze Palette sein, ein Media Kit ist nicht soo schwer zu erstellen. Und ein Blick auf Google Analytics hat meines Wissens auch noch niemanden getötet und man hat gleich ein viel besseres Verständnis dafür, wer den eigenen Blog liest. Und vielleicht sind die Grundlagen von html auch nicht so schlecht, man muss ja nicht gleich den Blog komplett selbst programmieren.

Aber: Wenn wir professioneller werden, müssen es die Verlage auch werden. Leander Wattig forderte das in der Abschlussdiskussion mehrfach und ich finde, er hat Recht. Es ist oft schwer, den richtigen Ansprechpartner zu finden und die Kriterien, die die einzelnen Verlage anlegen,  sind oft nicht transparent. Und wie oft habe ich mich schon geärgert über Bloggerinnen mit geringer Reichweite und 2-Satz-Rezensionen, die massenhaft Rezensionsexemplare bekommen. So etwas darf einfach nicht passieren von Seiten der Verlage, denn es schadet allen. Den Verlagen, weil sie wo anders mehr Reichweite bekommen hätten und den Bloggern, weil die Verlage so teilweise ein falsches Bild von der Bloggergemeide bekommen.


Was ich mir von Bloggern wünsche: 
Impressum! 
Datenschutz! 
lesbare Seiten! 

Was ich mir von Verlagen wünsche: 
Transparenz! 
Erwähnung von guten Rezensionen und Interviews! 
Respekt!


„Literatur ist eine Milliardenindustrie und ihr findet ernsthaft kein anderes Geschäftsmodell als Herzblut?“ – Karla Paul


Auf Twitter kochte es richtig hoch, als im Rahmen des Blogger Relation Talks die Frage nach der Bezahlung aufkam. Die anwesenden Verlagsvertreterinnen schienen ob dieser Wendung nicht besonders begeistert. Es wurde zugegeben, dass im Rahmen von Marketingaktionen durchaus schon Blogger bezahlt wurden: Beautyblogger (und Booktuber). Haben die wirklich so viel mehr Reichweite als ein Buchblogger? Klar, vielleicht die ganz Großen. Aber die Mehrheit? Und doch ist es im Bereich der Nicht-Buchblogs durchaus gang und gäbe sich für Beiträge bezahlen zu lassen. Warum also bei uns nicht?


Erstes Problem: Wenn eine Rezension bezahlt wird, ist sie dann noch unabhängig? 


Nur weil man für etwas Geld bekommt, heißt es nicht, dass man deswegen seine Meinung ändert. Ich bekomme ja auch vom Bafög-Amt Geld und halte die Damen und Herren dort trotzdem für faul und inkompetent ;) Aber natürlich ist das ein Problem, nur: Wer sagt denn, dass Geld für Rezensionen die einzige Möglichkeit ist mit einem Buchblog Geld zu verdienen? Wer sagt, dass wir für Rezensionen Geld nehmen sollten? Ich finde diese Idee nämlich auch eher weniger optimal. Zu mindestens wenn es direkt auf eine bestimmte Rezension bezogen ist. Wenn, dann würde das – meiner Meinung nach- nur über eine Art Verwertungsgesellschaft funktionieren.

Und viele bekommen doch auch jetzt schon Rezensionsexemplare, auch das ist eine Form der Entlohnung. Kannst du beweisen, dass jede deiner Bewertungen eines Rezensionsexemplars genauso ausgefallen ist, wie wenn es keines gewesen wäre? Meiner Meinung nach ist das nicht möglich, auch wenn ich selbst sagen würde, dass ich mich nicht davon beeinflussen lasse. Nur: Es zu beweisen ist eine ganz andere Sache.

Also andere Möglichkeiten Geld zu verdienen: Mit Backlinks, mit speziellen Aktionen für die man Geld bekommt, mit Werbung… Für alle diese Sachen muss man nicht seine Glaubwürdigkeit verkaufen! (Kann es natürlich aber tun, wir sind hier ja schließlich in der Buchblogger-Flauschzone, da kann jeder machen was er will ;))

Zweites Problem: Dafür braucht man dann ja ein Gewerbe? Und muss Steuern zahlen?


Natürlich, wir sind hier schließlich in Deutschland. Da ist alles geregelt. Und es muss ja auch nicht jeder mit seinem Blog Geld verdienen. Ich werde die nächsten 1,5 Jahre wohl nicht die Zeit haben. Und vor allem die Geduld mich mit den Behörden auseinander zu setzen, als Studentin ist das Thema Selbstständigkeit nämlich eine komplizierte Sache. Aber wenn ich im Praktischen Jahr bin, warum nicht? Als Apothekerin kann Erfahrung darin, wie man ein Gewerbe führt, nur hilfreich sein. Und wenn ich damit das magere Gehalt aufbessern kann? Finde ich gut!

Drittes Problem: Entsteht dann nicht Neid? Was ist mit denen, die kein Geld bekommen können/wollen?


Joah, Pech gehabt? Mal ehrlich: Wir sind hier nicht im Wolkenland der Glückbärchis wo immer Friede, Freude, Eierkuchen ist! Klar wird es Neid geben. Aber den gibt es jetzt auch schon. Neid auf Leserzahlen, auf Kommentare, auf Blogdesigns, auf Einfälle für Blogposts… Vielleicht kann ich das auch nicht so nachvollziehen, weil ich persönlich ein Mensch bin, der nicht besonders neidisch ist (gut, genaugenommen sind mir die meisten extremen Gefühlsregungen fremd. Ich bin Ostfriesin, wir haben das nicht so mit den Gefühlen :D).

Wie genau sich das auswirkt, kann man natürlich nicht vorhersehen, aber unter den Mode- und Lifestyleblogs existieren auch Blogs, mit denen kein Geld verdient wird, und soweit ich das mitbekomme, sind Streitereien da auch nicht häufiger, als unter Buchbloggern.

Und was ist nun das Fazit?

Professionalisierung: Ja, bitte. Auf allen Seiten. Nur so wird eine Begegnung auf Augenhöhe möglich.
Monetarisierung: Wer will gerne, nur bezahlte Rezensionen haben einen faden Beigeschmack für mich.

Was sagst du zu diesem Thema? Warst du in Leipzig dabei? (Übrigens: Nachhören kann man auf Voicerepublic)
Würdest du mit deinem Blog Geld verdienen wollen? Was würdest du dir von den Verlagen wünschen im Umgang mit Bloggern?

Eine Linksammlung zum Thema findet ihr in der Seitenleiste unter "Links zur Professionalisierungs-Diskussion", ich werde versuchen sie aktuell zu halten.

Danke an Ascari und Mira Alexander, die diesem Beitrag auf Verständlichkeit geprüft haben. Vor allem danke an Mira, die das eine oder andere Komma (oder auch 20 ;) )gesetzt hat. Alle Fehler sind natürlich weiterhin meine eigenen :)

Kommentare

  1. Hallo :) zuerst muss ich sagen, dass ich deinen Beitrag super finde! Ich war nicht auf der Messe, aber hab reingehört und ich finde du hast recht! Buchblogger sollen professioneller werden, da stimme ich voll zu, aber auch manche Verlage könnten noch professioneller mit Blogs umgehen. Ich finde es zum Beispiel sehr sinnlos das die Verlage und Exemplare zur Verfügung stellen, aber zum Teil garnicht auf die Rezensionen aufmerksam machen. Ich denke mir manchmal dann, ja ich habe eine Rezension geschrieben und ich liebe mein Hobby, aber man hat manchmal das Gefühl, das die Rezis nicht mal gelesen werden. Sehr schade, denn wenn der Verlag mehr Social Media betreiben würde, dann wäre das ja auch gut für sie und auch gut für uns. Also ein heißes Diskussionsthema. Zum Thema Geld, ich möchte kein Geld mit meinem Blog verdienen, zumindest nicht in den nächsten Jahren, da für mich ein Rezensionsexemplar zu bekommen schon Bezahlung genug ist. Ich bin dankbar dafür, welche zu erhalten und würde für Rezensionen kein Geld verlangen. Außerdem bin ich auch Studentin und ja selbstständig sein ist da wirklich nicht so leicht.
    Liebste Grüße Jessie von www.jessiesbuecherkiste.blogspot.de

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    1. Hallo,
      danke für deinen Kommentar :)

      Ja, das mit dem Geld ist eine schwierige Sache. Ich fände es vor allem schön, wenn es nicht mehr so kategorisch ausgeschlossen werden würde. Aber das hängt im Endeffekt alles am Thema "Respekt". Mir würde ein Teilen meiner Rezensionen von Seiten der Verlage und ein Reagieren auf E-mails schon reichen für den Anfang.

      Liebe Grüße,
      Lena

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  2. Hallo Lena,

    toller Beitrag! Ja, ich finde auch, die Professionalisierung ist ein wichtiger Zug damit man sich diese Option der Monetarisierung sichern kann. Aber wie ich auch in meinem Blogpost erwähnt habe, gibt es da sicher vielfältige Möglichkeiten der Kooperationen. Denn gekaufte Rezensionen sind auch nicht so meins. Was mich aber vor allem stört ist, dass dieses Thema so von den Verlagsmitarbeitern abgeschmettert wurde. Ja, schon fast müde belächelt. Dabei tragen wir einen erheblichen Beitrag dazu bei ein Buch erfolgreich zu machen, Indie-Titel bekannt zu machen. Das sollte endlich gewertschätzt werden!

    Ich selbst sage von mir aus auch, dass ich (momentan) kein Geld dafür möchte. Ich habe wegen Job etc nicht so viel Zeit mich so tief da rein zu knien, wie es nötig wäre um diesen Level zu erreichen. Außerdem sehe ich meinen Blog noch als sehr klein und in der Mache an.

    Vielleicht magst du ja auch mal meinen Beitrag lesen? Über Feedback freue mich! :)
    http://book-a-loo.blogspot.de/2016/03/monetarisierung-buchblogs.html

    Ganz liebe Grüße
    Rebecca
    www.book-a-loo.blogspot.de

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    1. Moin!

      Es machte irgendwie so den Eindruck "Ach, die sollen sich mal nicht so haben". Das hat mich am meistens gestört (mittlerweile stören mich die Beiträge mehr in denen diese ganze Debatte auf "Geld für Rezensionen" reduziert wird...).

      Im Moment bin ich ziemlich motiviert, heute habe ich z.B. meine eigene Domain beantragt (ist sowieso in meinem Internetvertrag mit drin, aber ich dachte immer, dass sei ein Mordsaufwand...). Und mein Mediakit stelle ich jetzt auch endlich fertig (nach 2 Jahren, die Vorlage lümmelt seit dem Blog-Neudesign 2014 auf dem Desktop rum und will fertig gestellt werden...)

      Liebe Grüße,
      Lena

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  3. Hey Lena, danke für den tollen Beitrag. Ich konnte auf der LBM leider nicht dabei sein, hab die Diskussion aber teilweise auf Twitter verfolgt.

    Wenn man bedenkt, dass ich meinen Blog aus purem Spaß an der Sache ins Leben gerufen hab, ohne überhaupt damit zu rechnen, dafür entlohnt zu werden, dann sind Rezi-Exemplare schon ne ganze Menge Lohn. Dass Problem der "Verbreitung" der jeweiligen Rezensionen sehe ich dabei auch als großes Manko. Ich habe neulich eine Rezension an diejenige Ansprechpartnerin geschickt, die mich angefragt hatte, ein Buch zu besprechen. Die Email kam wegen "unzustellbar" zurück. Keine sonstige Info, wer stattdessen zuständig ist. Was tun? Die gleiche Email mit Vermerk auf Unzustellbarkeit an die Kollegin an eine andere mir bekannte Adresse des Verlages geschickt, bisher nichts mehr gehört. Kann man da nicht wenigstens eine kurze Rückmeldung geben, dass meine Email ankam oder an entsprechende Stelle weitergeleitet wurde?

    Eine tolle Bloggeraktion war das "Zeugenkussprogramm" von BasteiLübbe im letzten Jahr. Da floss kein Geld, dafür ein tolles Wochenende inkl. Übernachtung & Verpflegung + Meet&Great mit einer Autorin. Das war am Ende mehr wert als ein Betrag xy, da dadurch tolle Kontakte und Freundschaften entstanden sind. Wäre eine sinnvolle Möglichkeit, Blogger zu "entlohnen" ohne dass man sich gekauft fühlt.

    Liebe Grüße,
    Janine ♡

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    1. Hallo Janine,

      erstmal: Danke.

      Ja, Bastei Lübbe hat das damals gut geregelt. Vor allem fand ich daran gut, dass es kein öffentliches Gewinnspiel dazu gab, für das man erst mal jede Menge Text und Links auf dem eigenen Blog einbinden musste. Ich habe damals ein Rezensionsexemplar als Überraschung bekommen und frage mich ehrlich gesagt immer noch wer auf die Idee gekommen ist, dass mir dieses Buch gefallen könnte. Oma Gerti hat das Buch allerdings etwas gerettet.

      Ob Geld oder Sachleistungen ist im Endeffekt aber auch egal, nur sollte es die Möglichkeit geben für gute Arbeit etwas mehr als ein "gut gemacht" und ein "Du bekommst dann auch ein Rezensionsexemplar" zu bekommen. Letzteres ist schon toll, da stimme ich dir zu. Aber für einen wirklich professionell geführten Blog steht der Zeitaufwand da in keinerlei Verhältnis zum Wert.

      Ich glaube nicht, dass ein Buchblogger irgendwann nur von seinem Blog leben kann. Aber wenn der Blog sich quasi selbst trägt und so Sachen, wie die Reise zu Buchmessen oder Bloggerkonferenzen finanziert, wäre das doch schonmal was :)

      Liebe Grüße,
      Lena

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    2. Das wäre natürlich ein Traum, vom eigenen Blog leben zu können. Bleibt für die allermeisten sicher auch einer.
      Ein Selbstläufer, kostenmäßig, wäre schön, da hätte ich auch nichts dagegen. Ein wenig mehr Wertschätzung seitens der Verlage wäre ein Anfang, der meines Erachtens nicht schwer umzusetzen ist.

      Ich drück uns dafür die Daumen, harren wir der Dinge, die da noch kommen :)

      LG

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  4. "Kannst du beweisen, dass jede deiner Bewertungen eines Rezensionsexemplars genauso ausgefallen ist, wie wenn es keines gewesen wäre? "

    Öhm, ja. Ich lasse mich dadaurch nich im geringsten beeinflussen und sollte mir ein Verlag nach einer negativen Kritik nix mehr zuschicken, is er für mich "gestorben" :D
    Es sei, denn dieser Satz ist auf bezahlte Kritiken bezogen?!
    Aber das is ja eh Blödsinn, halt ich nix von und sprechen sich auch viele dagegen aus, darum gehts ja auch nicht.
    So weit ich gehört habe, soll es ja bald ein Podium geben, wo man sich mit seinen Ideen dazu auslassen kann.
    Ich bin immer offen für Neues! Und bin gespannt was da noch auf uns zu kommt :)

    Mein Beitrag dazu geht etwas queerbeet und stützt sich nur auf 3 podcast, bevor ich private Meinungen dazu gehört hatte.

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    1. Für mich ist ein Beweis etwas in Richtung "Ich habe das gleiche Buch als Rezensionsexemplar und als eigenes Exemplar gelesen, unabhängig voneinander, ohne meine Meinung zum jeweils anderen zu kennen, und hatte am Ende das gleiche Ergebnis". Und das geht nicht. Klar, ich sage vom mir auch "Ich lasse mich nicht davon beeinflussen", aber beweisen kann ich es nicht. Und als Naturwissenschaftlerin habe ich den Drang für alles einen Beweis haben zu wollen ;) Das Unterbewusstsein ist nämlich ein manipulatives Arschloch.

      Ich habe deinen Beitrag auch gleich mal in die Linkliste mit rein gesetzt. Wenn du noch mehr kennst, die da noch nicht drin sind: Immer her damit!

      Liebe Grüße,
      Lena

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    2. Für mich ist es am Ende egal woher das Buch kommt, hauptsache ich habs in den Händen, wenn ich es dringend lesen will :P
      Hats der Verlag nich verfügbar, gehts in den Buchladen. Lass mir da nix vorschreiben und hab auch schon öfters bei Reziex ne negative/schlechtere Kritik geschrieben. Einzige Unterschied ist hier aber: Is es ein Pflichtbuch, versuche ich es bis zum Ende zu lesen, auch wenn es mir nicht gefällt (jeder macht mal n Fehlgriff) bei privaten bin ich da nich so streng, diesen Einfluss muss ich schon zugeben.

      Aber am Ende bin ich auch so eine mit Beweisen :D
      Glaub aber, dass da jeder ein gutes feeling für hat, zu sehen: "mmmh, das klingt mir sehr steif brav oder zu lobend" daher gilt in meinen Augen auch ein absolutes no-go für gekaufte Kritike!

      @Link
      Danke dir!
      Die, die ich kenne, hast schon drin :)

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  5. Mir gefällt das "Wolkenland der Glücksbärchis"! Ich muss sagen, mir gefällt deine Einstellung gegenüber der Transparenz der Verlage! Aber auch die Aufgabe eines Bloggers, eine anständige Seite und Rezensionen zu liefern! Ich wollte nicht bezahlt werden, das Buch und die Zeit reichen mir! Den Respekt, den würde ich auch des Öfteren mal gerne spüren! LG Verena von Books-and-cats

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    1. Mir würde Respekt als Anfang ja schon reichen ^^ Ich kann es zeitmäßig im Moment gar nicht leisten hier ein Gewerbe aufzuziehen und Professionalität auch nur in Grenzen.

      Liebe Grüße,
      Lena

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  6. Hallo!

    Ich wollte eigentlich auch gerne an den Bloggersessions teilnehmen, aber ich habe leider mein Budget des Monats schon aufgebraucht. Deshalb musste ich die Teilnahme wegratinalisieren und scheine echt was verpasst zu haben.

    Ich möchte als Blogger nicht professioneller werden. Anders ausgedrückt: ich kann das gar nicht leisten. Ich müsste dann viel mehr Zeit investieren. Zeit die ich nicht habe, bei einer 40 h Arbeitswoche (die in Wahrheit viel zu oft eine 50 bis 60 h Woche ist), diversen Hobbies, Sport, Familie... dazu sage ich klar: "Nein, danke!".

    Ich bin voll dafür das die Verlage uns für Rezi's bezahlen sollen. Immer her mit der Knete! Aber realistisch ist das überhaupt nicht - Zwecks Steuer, Gewerbe, Nebenverdienst etc. für viele von uns auch nicht umsetzbar.
    Aus Sicht der Verlage würde ich diese Bezahlungssache natürlich ablehnen und ich kann das gut nachvollziehen. Warum für etwas zahlen das bis jetzt prima kostenfrei funktioniert hat? Außerdem ist der Erfolg dabei schwer messbar. Desweiteren haben kleine Verlage dann wieder das Nachsehen. Die haben nähmlich kein fünf- oder sechstelliges Werbebudget aus dem sie Gagen für Blogger schöpfen könnten.

    Prinzipiell muss eine bezahlte Rezension allerdings genauso ehrlich sein wie eine unbezahlte (egal was man als Entlohnung bekommt). Und ich will z.B. keine Werbung auf meinem Blog und verzichte dafür gerne auf "Bezahlung".

    Ganz ehrlich, dieses ganze kapitalistische Denken - egal aus wessen Sicht ist einfach nur zum kotzen!

    Viele Grüße

    Twineety

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    1. Moin!

      Ich war auch nicht dort sondern habe es live über VoiceRepublic (und Twitter) verfolgt. Leipzig ist leider zu teuer und zu weit weg.

      Mir geht es primär weniger um Bezahlung sondern um Respekt von den Verlagen. Dafür müssen wir allen ein bisschen weniger flauschig werden, ja. In welchem Ausmaß ist dabei jedem selbst überlassen, ich würde dich z.B. jetzt nicht als Flausch-Bloggerin einordnen. Da gibt es ganz andere Kandidaten. Jeder deinen seinen Blog mit mehr Plan als "ich lese ein Buch und rezensiere es dann" führt hat sich gewisserweise schon professionalisiert.
      Man muss ja nicht und da auch niemand einfach so entlohnt wird, wird das Thema Bezahlung in der näheren Zukunft nur die ganz Großen betreffen. Aber alleine das wir darüber diskutieren und vielleicht vorsichtig anfangen Forderungen zu stellen, lässt die Verlage vielleicht realisieren, dass sie uns beachten sollten und nicht für selbstverständlich annehmen.

      Liebe Grüße,
      Lena

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    2. Hallo,

      Ja das klingt sehr vernünftig und Ich glaube du hast Recht, wenn du sagst das es nur die ganz großen betrifft.

      Viele Grüße
      Twineety

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  7. Hallihallo :)

    Ich war zwar in Leipzig, konnte aber leider an den Blogger Sessions nicht mehr teilnehmen. Mein Standpunkt ist da auch relativ klar: Professionalisierung? Unbedingt! Monetarisierung? Na klar, wer will nicht vom Hobby leben? Aber zugleich ist es eben ein Hobby. Und ich bürge mit meinem Namen für authentische, ehrliche Besprechungen. Sobald Geld im Spiel ist, werden einem alle möglichen Motive unterstellt, die mit dem Wunsch, Literatur unter die Leute zu bringen, nicht viel zu tun haben...

    Ich finde es gut, dass eine solche Diskussion angeregt wird und bin neugierig, wohin das Ganze in den nächsten Jahren führen wird. Es bleibt spannend...

    LG, Nana :)

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  8. Hallo Nana,

    ich bin auch sehr gespannt, was bei dieser Diskussion noch alles so rauskommt. Und wie sich das auswirkt auf die Buchblogger-Szene.

    Liebe Grüße,
    Lena

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  9. Hallo Lena

    Ich konnte leider nicht bei der Messe dabei sein und gehöre auch erst seit Oktober 2015 zu den Literatur-Bloggern. Aaaber, ich lese mit Leidenschaft, schon immer und ich lass gerne andere Leser an meinen Emotionen und Eindrücken teilhaben. Daher entstand bei mir unter anderem die Idee fürs Bloggen. Ich hab keine Ahnung von Programmierung und möchte mich damit auch ehrlich gesagt nicht befassen. Aber eine ansprechende Optik sollte schon sein. Aus diesem Grund habe ich vor kurzem eine Illustratorin damit beauftragt, mir ein ansprechendes Design anzufertigen, gesagt, getan. Ich bewerte hauptsächlich Kinder- und Jugendbücher und habe nun auch ein entsprechendes Design welches ich bezahlt habe. Ich nehme an vielen Leserunden teil, nehme mir sehr viel Zeit fürs besprechen und bewerten von Büchern, pflege intensiven Kontakt zu den Autoren und teils zu den Verlagen. Leider sind es immer nur die kleinen Verlage, die mit Herz bei der Sache sind. Bei den großen Verlagen musste ich nun schon öfters einen Schlag kassieren. Teilweise kommt da noch nicht mal ein "Danke" für deinen Beitrag, was ich wirklich sehr schade finde. Da ist es dann wichtiger, dass der Blog X Follower hat und die Qualität des Beitragen, ok, da kann man drüber hinweg sehen...

    In dem Bereich, in dem ich blogge, ist es z.B. recht schwierig eine hohe Followerzahl zu erreichen. Das Interesse an Kinderbüchern hält sich in Grenzen. Es ist kein Genre, welches die große Masse begeistert. Follower fliegen einem nicht mal eben zu.

    Ich bin sehr gespannt was die nächste Zeit noch bringt. Generell finde ich die Idee der Monetarisierung von Bloggern nicht verkehrt.

    ich lass dir liebe Grüße hier
    Sandra von http://www.sandraskreativelesezeit.blogspot.com

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    1. Hallo Sandra,

      danke für deinen Kommentar! Es muss ja auch nicht jeder programmieren können, wenn die Kenntnisse reichen um sich selbst helfen zu können oder zu wissen wo man Hilfe bekommt.

      Ja, ein "Danke" wäre manchmal schon schön. Grade, wenn man auch auf Social Media fleißig über ein Buch berichtet...

      Liebe Grüße,
      Lena

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  10. Huhu Lena :)

    Meinen Beitrag zu dem Thema hast du ja schon gelesen...Ich muss halt aber auch sagen, dass ich diese Diskussionen zum Thema "Böse Rezensionsexemplare" nie verstanden habe.
    Warum nicht anfragen? Der Verlag würde keine Bücher rausgeben, wenn sich das für ihn nich lohnen würden...schließlich sind die ja auch ein Unternehmen und Unternehmen tun nichts ohne einen Vorteil für sich selbst. Schließlich stehen die sich auch immer noch am Nächsten und geben einem nicht die Bücher, weil sie eine gute Tat tun wollen.
    Ich kann über den Tauschhandel aber nicht meckern, sondern ich bin froh darüber das es so läuft. Ich habe Bücher gelesen um die ich sonst vielleicht nur geschlichen wäre und konnte so viel mehr Geschichten kennenlernen. Auch bin ich sehr zu frieden mit meinen Ansprechspartnern. Alle schreiben mir immer nette Emails und ich habe stets das Gefühl das ein respektvoller Umgang miteinander herscht. Ich brauch keine überschwänglichen Dankeschön und gebe ja auch keins - ein einfaches Danke reicht und bisher kann mich da echt nicht beklagen.

    Ich fühle mich beim Bloggen und mit meinem Blog im Moment rundum wohl. Vielleicht, weil ich auch gern in der Flauschzone bin. und diese unprofessionalität entspannend finde wo ich sonst doch immer versuche möglichst professional zu erscheinern.. :)

    LG Denise

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    1. Hallo Denise,

      danke für deinen Kommentar! Das mit den Rezensionsexemplaren ist mir auch immer etwas fremd geblieben, ich selbst freue mich darüber, frage allerdings auch selten was an, weil ich einfach nicht genug Zeit habe.
      Mit den Verlagen habe ich dabei recht unterschiedliche Erfahrungen gemacht, es kommt sicher auch immer auf die Person an.

      Liebe Grüße,
      Lena

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  11. Ein toller Beitrag, Danke dafür. Ich bin ja erst seit Oktober dabei und auf die Bloggersessions bei der Buchmesse in Leipzig hatte ich mich richtig gefreut. Nach Karla Pauls Rede war ich aber ziemlich erschlagen, wie sollte ich denn jetzt professionell werden ohne Literatur- und Germaninistikstudium und mit vorerst keinem Interesse daran mit dem Blog Geld zu verdienen? Habe wirklich überlegt das ganze Projekt sein zu lassen, aber mittlerweile festgestellt, dass Karlas Rede wohl eher nicht an die Anfänger wie mich ging. Ich schreibe jetzt dann wenn ich Lust und Zeit dazu habe, wenn sich irgendwann mehr daraus entwickelt umso besser. Glücklicherweise bin ich darauf aber nicht angewiesen.
    Dass es durchaus auch professionelle Literaturblogger gibt, die unbedingt eine Bezahlung verdient hätten ist mir allerdings auch aufgefallen, da wird sich in Zukunft hoffentlich noch etwas tun.
    Liebe Grüße
    Thomas

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    Antworten
    1. Hallo Thomas,

      danke!

      Ich denke einige an Professionalität kommt auch mit der Zeit automatisch. Am Anfang hätte ich es mir nie vorstellen können, dass ich meine Beiträge mittlerweile teilweise Wochen im Voraus schreibe und sogar meine Social Media Posts teilweise vorplane.

      Liebe Grüße,
      Lena

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  12. Ach Gott, wenn ich diese Zeilen so Lese bin ich immer froh das ich mich nicht blogger schimpfe. :)

    Lieber ganz unprofessionell und ohne Gewinnmarke im Blick, aber dafür Schreiben was ich will, wann ich will und wie ich will (auch schon mal ganz oft an der korrekten Grammatik vorbei, aber so lange ich Schreiben nicht zu meinem Beruf mache wird das schon keinen zu sehr stören).

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    Antworten
    1. Ums Geld geht es den meisten Buchbloggern glaube ich auch nur peripher (oder gar nicht), eher um einen gewissen Respekt. Und leider gibt es ja doch einige rechtliche Vorschriften, die jeden Menschen, der in irgendeiner Form bloggt betreffen. Auch wenn es natürlich stimmt, dass die ganze Diskussion oft etwas aufgebläht ist :)

      Liebe Grüße,
      Lena

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