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[Rezension] Vielleicht dürfen wir bleiben

Hallo, da bin ich wieder mit einer Rezension. Dieses Buch habe ich über NetGalley vom Carlsen Verlag bekommen. Danke dafür! Mal sehen, wann ich das nächste Mal ein interessantes Buch bei NetGalley entdecke, im Moment ist da leider nichts mehr für mich dabei.

Informationen zum Buch

Quelle: Carlsen Verlag

Vielleicht dürfen wir bleiben

Ingeborg Kringeland Hold

Übersetzer:Maike Dörries
Hardcover
112 Seiten
9,99€
ISBN: 978-3-551-55597-7
Verlagswebsite


Erster Eindruck:

Der Junge sieht soo traurig aus.

Inhalt:

 Albin ist vor 5 Jahren mit seiner Mutter und seinen beiden kleinen Schwestern aus Bosnien nach Norwegen geflohen. Aber jetzt sollen sie wieder zurück, also beschließt Albin kurzerhand einfach auszureißen. Er schmuggelt sich in das Auto der Großeltern von Amanda und Lisa. Mitten im Winter.

Meine Meinung:

Ich hätte Albin am liebsten in den Arm genommen und ganz fest gedrückt. Und immer und immer wieder „alles wird gut“ gemurmelt.
Das Buch wechselt zwischen Szenen im hier und jetzt und Szenen aus der Vergangenheit. So wird die damalige Flucht in Verbindung gebracht mit dem was Albin grade erlebt. Die Autorin schafft es dabei die Szenen aus Bosnien gleichzeitig kindgerecht und sehr genau und eindringlich zu beschreiben. Ja, es sterben Menschen und es wird darum auch nicht herum geredet. Aber das wird kein Kind dauerhaft traumatisieren, durch das Thema und die Länge ist das Buch sowieso eher etwas für ältere Kinder und Jugendliche (und Erwachsene, wenn auch eher der kleine Buchhappen für zwischendurch).  Man merkt, dass Albin auch fünf Jahre später noch unglaubliche Angst hat vor dem was damals passiert ist.
Es ist auch sehr interessant, wie Albin seine Umgebung sieht und was er darüber denkt. So stellt sich u.a. die Frage, ob man als Muslim denn Würstchen essen dürfte, wenn man kurz vorm verhungern ist. Auch wie er einerseits Angst hat vor seiner Entdeckung und auf der anderen Seite sich nicht traut sich von Amanda und Lisa zu entfernen.
Ich hätte mir gewünscht, dass noch etwas mehr auf die Hintergründe eingegangen wird. Wenn mir nicht ganz klar ist, wie die Familie aus einem UNO-Flüchtlingscamp nach Norwegen gekommen ist: Was ist mit einem Kind? Einem Kind, das vielleicht noch nicht mal weiß, was damals überhaupt passiert ist? Es ist ein Buch über das unbedingt sehr ausführlich gesprochen werden muss und ich weiß nicht, ob das so gut ist. Ich mochte es als Kind nicht so sehr über Bücher zu sprechen und Fragen zu stellen. Ja, ich wusste zwar, dass ich es gekonnt hätte, aber mir hat es immer viel bedeutet, wenn ich ein Buch alleine verstanden habe. Ich glaube nicht, dass das bei diesem Buch möglich ist.

Nachtrag: Grade gesehen, dass das Buch zwar als Kinderbuch klassifiziert ist, aber erst ab 11 Jahren empfohlen wird. Hmm, ja. Das bedeutet etwas mehr Wissen, aber der Gesprächsbedarf ist trotzdem noch da und mit steigendem Elter dürfte auch die Bereitschaft die Eltern was zu fragen sinken...

Fazit:

Ein wunderbares Buch, dessen einziger Makel es ist, dass es nur so kurz ist. Naja, und das es viele Fragen offen lässt deswegen.


2 Kommentare

  1. Huhu,

    ich habe das Buch auch gestern durchgelesen. Ich finde, dass es für Kinder sehr gut geschrieben ist, jedoch bin ich das leider nicht mehr. Von daher fand ich es eher dünn...
    Ich freue mich trotzdem, dass es dir so gut gefallen hat.

    Alles Liebe
    Jule
    von
    http://good-books-never-end.blogspot.de

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    Antworten
    1. Hey,

      naja es ist eben ein Kinderbuch. Da muss man sich dann drauf einlassen können. Aber das fand ich jetzt nicht so schwierig, es werden halt nicht ganz so viele komplizierte Wörter und Sätze benutzt und der Plot ist recht einfach gestrickt. Aber das muss ja nicht immer schlecht sein.

      Liebe Grüße,
      Lena

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