Historische Romane

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Vermählung - Rezension

[Rezension] Sieben Nächte

Informationen zum Buch

Quelle: Aufbau Verlag

Sieben Nächte



Gebunden/TB
144 Seiten
16,00€
ISBN 978-3-351-05041-2
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-


Inhalt:

Sieben Todsünden, sieben durchwachte Nächte über einen Zeitraum etwas mehr als einem Jahr. Über jede dieser Nächte sieben Seiten Text. Und über allem steht die Frage: Was ist eigentlich Erwachsenwerden?


Meine Meinung:

Ähm ja. Handlung? Irgendwie war ich beim Lesen so berauscht von den Worten, dass die eigentliche Handlung etwas in den Hintergrund getreten ist. Denn „Sieben Nächte“ ist vor allem eins: Unglaublich toll geschrieben.

Das Buch besteht aus 8 Kapiteln, in denen sich die Hauptfigur direkt an den Leser wendet und einem letzten Kapitel, der ein Brief an die Hauptfigur ist. Von der Hauptfigur bin ich mir nicht ganz sicher, ob sie der Autor sein soll. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass das Buch komplett Fiktion ist einschließlich aller auftauchenden Personen.

Die namenlose Hauptfigur S. soll wohl der durchschnittliche Ex-Student Mitte/Ende Zwanzig sein. Eine wirkliche Ahnung, was er mit seinem Leben anfangen soll hat er nicht. Aber dafür jede Menge Angst plötzlich einfach mit Frau, Haus, Kind und Hund dazu stehen und in den Alltagstrott zu verfallen. Generation Y und so. Er bekommt von einem Bekannten die Aufgabe sieben Nächte etwas völlig verrücktes zu tun und über die Erfahrung jeweils sieben Seiten zu schreiben. Die Idee finde ich gar nicht so schlecht, grade weil man ja doch eher selten ein Extrem lebt. In den Texten geht es aber teilweise kaum bis gar nicht über die Todsünde des Tages (bzw. der Nacht in diesem Fall ^^) sondern es wird eher allgemein philosophiert.

Und hier schließt sich der Kreis quasi wieder: Eine wirkliche durchgehende Handlung gibt es nicht, vielmehr ist der Rahmen eine Entschuldigung fürs rumphilosophieren. Nur eben in wortgewaltig. Den Schreibstil kann ich gar nicht so richtig beschreiben. Es ist ein Bewusstseinsstrom, die Texte sind (vielleicht mit Ausnahme des letzten, der ja nicht von der Hauptfigur stammt) nicht geplant und oft ist das Thema am Ende ein ganz Anderes als das am Anfang. Fiel mir persönlich jetzt nicht so auf, weil ich einfach so sehr „drin“ war in dem Text. Aber für mal hier und mal da ein paar Seiten lesen, glaube ich eher nichts. Man sollte schon Zeit haben um auf jeden Fall einen Abschnitt komplett lesen zu können. Ich habe einmal mitten in einem solchen Abschnitt aufgehört und musste dann beim wieder anfangen doch wieder an den Anfang zurück gehe. Irgendwie kam ich einfach nicht mehr rein.

Selbst fast zwei Wochen nachdem ich „Sieben Nächte“ zu Ende gelesen habe, bin ich mir immer noch nicht so sicher, wie genau ich zu dem Format stehe. Einerseits hat mich der Schreibstil sehr begeistert, andererseits hatte ich am Ende des Buches auch so ein bisschen das Gefühl nicht wirklich was aufgenommen zu haben. So ein bisschen so, wie wenn man morgens wegen eines Traums glücklich aufwacht, sich aber nicht mehr dran erinnern kann.

Fazit

Ein Buch, für das man sich treiben lassen muss. Aber eine richtige, durchgehende Handlung sollte man nicht erwarten.


4 Sterne

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