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[Rezension] Ein gutes Omen

Informationen zum Buch

Neil Gaiman Terry Pratchett Ein gutes Omen
Quelle: Piper


Ein gutes Omen


Übersetzer: Andreas Brandhorst

Taschenbuch
464Seiten
12,00 €
ISBN 978-3-492-28166-9
Website des Verlags



Zugegebenermaßen, auf dieses Buch bin ich nur gestoßen, weil Neil Gaiman über die Verfilmung twitterte. Und David Tennant eine der Hauptrollen spielt.
Aber es ist so genial. Neil Gaiman und Terry Pratchett ergänzen sich perfekt beim Schreiben.
Vielleicht sollte ich erst einmal kurz erzählen worum es eigentlich geht:

Der Engel Aziraphale und der Dämon Crawley sind schon seit längerer Zeit auf der Erde im Auftrag ihrer jeweiligen Herrn unterwegs. Sie haben sich im Laufe der Jahrhunderte gut miteinander arrangiert und eigentlich könnte es ja auch genauso weitergehen. Allerdings steht jetzt die Apokalypse an, blöderweise ist bei den Vorbereitungen etwas schief gegangen: Die Beiden haben den Antichristen verlegt. Und nun?
Los geht ein absolut herrliches Buch über eine überraschend genaue Prophezeiung, die apokalyptischen Reiter (Pestilenz ist im Ruhestand dafür darf jetzt Umweltverschmutzung mitmischen), Hexenjäger und Hexen und natürlich über einen kleinen Antichristen, der sich seiner Macht nicht bewusst ist. Und mittendrin ein Engel und ein Dämon, die versuchen das alles irgendwie wieder hinzubiegen, ohne dass ihre Chefs was mitbekommen.

Begonnen hat das Buch als eine Kurzgeschichte zu der Neil Gaiman einfach kein Ende fand. Terry Pratchett wusste auch nicht, wie sie endet. Aber er wusste wie sie weitergeht. Und dann war da irgendwann ein Buch. Im Nachwort meiner Ausgabe behaupten die Autoren, dass sie sich sicher sind, dass das Buch sich teilweise selbst geschrieben hat. Es gäbe da mehrere Sachen, bei denen sie sich beide sicher seien sie nicht geschrieben zu haben…
Normalerweise bin ich kein besonderer Fan von gemeinschaftlich geschriebenen Büchern. Oft merkt man sehr schnell wer welchen Part geschrieben hat und das Buch fügt sich nicht zu einem wirklich kohärenten Ganzen. Ein gutes Omen ist da anders, man spürt zwar manchmal einen der beiden Autoren durchschimmern, aber man merkt nie wer welchen Teil geschrieben hat. Die Schreibstile haben sich so sehr aneinander angepasst (Nein, das liegt nicht am Übersetzer. Ich habe das Buch im Original gelesen). Und das alles obwohl die Autoren damals einen ganzen Ozean zwischen sich hatten. In den 90ern jetzt nicht so die ideale Arbeitsvoraussetzung. Die Telefonrechnung möchte ich auch nicht sehen, die muss astronomisch hoch gewesen sein.

Mir gefallen an diesem Buch besonders die Figuren. Sie sind einfach alle so wunderbar detailliert. Dazu kommen Fußnoten im Stil von Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen (Ihr wisst schon. Diese Fußnoten, die teilweise mehrere Seiten lang sind und viel interessantere Fakten beschreiben als die eigentliche Geschichte grade) und teils einfach nur absurde Einfälle. Einen Dämon auf einen Anrufbeantworter bannen? Done. Eine längst verstorbene Hexe, deren Prophezeiungen sie aber zu so einer Art Helikoptermutti ihrer Nachfahren machen? Klar, ist sie dabei. Die Ringautobahn um London als eine Art Tor zur Hölle? Ja, was denn sonst?

 Das Buch wurde, wie oben erwähnt, verfilmt. Mit David Tennant und Michael Sheen in den Hauptrollen. Die Serie soll ab diesem Frühjahr auf amazon prime laufen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, die ersten Bilder sehen sehr vielversprechend aus. Wusstet ihr, dass in der Hölle Motivationsposter in Comic Sans hängen?

Kommentare

  1. Hallöchen,
    durch die Verfilmung ist mir das Buch jetzt schon öfter begegnet, aber eine Rezension dazu habe ich bisher nicht gelesen. Jedenfalls bin ich jetzt total neugierig auf das Buch und habe es auf meine Wunschliste gesetzt. Vielen Dank dafür :)
    Übrigens ist das mein erstes Litnetzwerk. Ich freue mich sehr, dabei zu sein :)
    Liebste Grüße, Kate

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  2. Guten Morgen
    Also ist es eher eine CHristenverarsche? Oder eher nicht so? Klingt aber fast danach. Gut ich muss gestehen mit der Scheibenwelt von dem Autor kam ich nicht zurecht, weil es mir irgendwie zu seltsam war. Aber ich glaube das lag daran das ich beim falschen Band anfing. Ich weiß jedoch das er definitiv einer der genialen Schöpfer von Fantasiegeschichten ist.
    Danke also das du das Buch mir heute vorgestellt hast, ich weiß nur nicht ob ich zu diesem Buch greifen würde, andererseits klingt es fast wie Jesus liebt dich (eigentlich ja auch eine kleinere Verarsche, aber mit Inhalt ;) ).
    Liebe Grüße Nicole

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  3. Ich bin ja schon so gespannt auf die Verfilmung. Ist eine der Serien auf die ich mich 2019 extrem freue und der ich entgegenfiebere. Das Buch habe ich noch nicht gelesen, aber du machst mir mit deiner Rezension da richtig Lust drauf, man merkt nämlich wie gut dir das Werk gefallen hat. Klingt auf jeden Fall sehr unterhaltsam und ich persönlich bin ja auch gespannt, wie man das filmisch umgesetzt hat. Habe mal gelesen, dass das Buch lange Zeit aufgrund des besonderen Stils ans unverfilmbar galt. Würdest du dem zustimmen?

    #litnetzwerk
    Lg Nicole

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  4. Du weisst ja gar nicht, wie sehr ich mich über diesen Beitrag freue. Erst grad am Dienstag haben mein Arbeitskollege (der mich übrigens auch auf die Scheibenweltromane gebracht hat) und ich uns über Bücher unterhalten und sind dabei eben auch auf "Ein gutes Omen" gekommen. Am nächsten Tag lag dann das Buch bei mir auf dem Schreibtisch und noch einmal einen Tag später habe ich dann angefangen zu lesen. Herrlich! Es fühlt sich fast so an, wie auf der Scheibenwelt :)

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  5. Oh, ich liebe die Bücher von Neil Gaiman. Mein All-Time-Favourite ist "The Ocean at the End of the Lane". Nach deiner Rezension habe ich jetzt direkt wieder Lust mich in ein neues Abenteuer von ihm zu stürzen. Vielleicht werde ich "Good Omens" dann doch schneller lesen, als gedacht. :) #litnetzwerk


    Liebe Grüße
    Karin

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  6. Obwohl es nicht ganz meinem Genre entspricht, schaut das Buch irgendwie sehr amüsant und lebendig aus!

    Herzliche Grüße,
    Zeilentänzerin

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  7. Oh, auf die Adaption freue ich mich auch schon riesig! Ein gutes Omen ist einfach so ein herrliches Buch, dass ich wirklich froh bin, das sich die Autoren dafür zusammengetan haben - auch wenn das kein leichtes Unterfangen gewesen sein kann, wie du schon ansprichst. Motivationsposter in Comic Sans erinnert mich spontan ja an diesen Schreibhack, der gerade auf Twitter rumging à la stellt euer Textprogramm auf die Schriftart und ihr schreibt auf einmal wie verrückt... vielleicht ist das doch eine höllisch gute Schriftart, die von uns allen nur verkannt wird :D

    Liebe Grüße,
    Janine

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