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Der Gesang der Nachtigall
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Meine Buch-Enttäuschungen im Jahr 2017



Inspiriert von der Shortlist des Leserpreises von Lovelybooks (noch kann man übrigens abstimmen), möchte ich mal über meine Enttäuschungen des Jahres reden. Ich würde ja auch über die Buchcover und Buchtitel-Kategorien des Leserpreises reden wollen. Aber ich möchte mich nicht mehr so viel aufregen. Ist nicht gut für die Gesundheit und so…
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[Rezension] Der Gesang der Nachtigall

Informationen zum Buch

Quelle: Königskinder/Carlsen

Der Gesang der Nachtigall


Übersetzer: Nadine Püschel
Gebunden
336 Seiten
18,99 €
ISBN 978-3-551-56041-4
Website des Verlags


Erster Eindruck

Ich werde die Königskinder-Bücher alleine schon wegen ihres Aussehens vermissen, wenn es das Imprint ab nächstes Jahr nicht mehr gibt. “Der Gesang der Nachtigall“ hat sowohl auf als auch unter dem Schutzumschlag einen unglaublich tollen Farbverlauf


Inhalt

Seit dem Tod ihres Bruders ist alles anders. Henrys Mutter ist krank. Nur Henry scheint zu sehen, dass alle Behandlungsversuche es nur noch schlimmer machen. Aber natürlich hören Erwachsene nicht auf ein Kind.Bis auf die geheimnisvolle Moth, eine Frau, die im Wald unweit von Hope House – Henrys neuem Zuhause – lebt.


Meine Meinung

Essentiell hat Lucy Strange mit „Der Gesang der Nachtigall“ ein Buch übers Trauern geschrieben. Ein bisschen ist es aber auch ein Buch darüber, ob Erwachsen-werden wirklich etwas Erstrebenswertes ist.
Die Text auf dem Buchumschlag hört sich im ersten Moment danach an, als ob „Der Gesang der Nachtigall“ ein Fantasy-Buch ist, allerdings gibt es hier nicht wirklich Fantasy-Elemente. Wenn man von einigen Träumen von Henry mal absieht, sie ist eben sehr Fantasie-begabt und neigt dazu vor der Realität in die Welt ihrer Bücher zu fliehen.
Henry als Hauptfigur und Erzählerin ist eine ideale Entscheidung. Ein Großteil der Magie dieses Buches besteht daraus, dass man als Leser sich selbst manchmal nicht sicher ist ob sich Henry gewisse Sachen jetzt nur einbildet oder ob sie real sind. Zum Beispiel meint Henry ganz am Anfang Rauch zu riechen, aber wirklich sicher ist sie sich nicht. Als Leser ist man sich ab einem gewissen Punkt selbst unsicher: Wie vertrauenswürdig ist eine 12-Jährige als Erzählerin wirklich? Vermischt sie Fantasie und Wirklichkeit nicht ein bisschen zu sehr?


Besonders gut hat mir gefallen, dass Trauer hier nicht minimiert wird. Sondern eindeutig klar wird, dass jeder damit anders umgeht und dass die Reaktion der Menschen um einen herum die eigene Reaktion prägt. Wären schwangere Frauen 1919 nicht als eher fragil angesehen worden, wäre die Geschichte von Henrys Mutter sicher eine ganz Andere. Mit unserem heutigem Wissen über Depressionen und Trauer sowieso.
Ich hätte gerne mehr erfahren über die Tabletten, die Henrys Mutter bekommt. Meine Vermutung ist, dass es Barbiturate sind. Und da wäre das spontane Absetzen (bei der Behandlungsdauer) eher keine gute Idee. Eine Tatsache, die man vielleicht noch hätte einfließen lassen können: Es ist nicht immer einer gute Idee Tabletten einfach abzusetzen. Grade wenn es um Antidepressiva, Schlaftabletten o.ä. geht.
Und: Die Ärzte sind nicht unbedingt böse. 1919 hieß PTSD noch Shell Shock und Depressionen wurden als eine Art von Wahnsinn angesehen. Niemand hatte eine Ahnung woher psychische Erkrankungen kamen, die Psychotherapie war noch in ihren Kinderschuhen und die Medikamente, die wir heute kennen, teilweise noch nicht einmal vorstellbar. Tatsachen, die man vielleicht im Nachwort hätte erwähnen können. Zwar haben die Ärzte hier sicher auch andere Motive als nur zu helfen, aber sie wussten es eben auch nicht besser. 


Der Art und Weise wie dieses Buch geschrieben ist, erinnert mich ein wenig an die alten Kinderbuchklassiker aus Großbritannien und den USA. Wahrscheinlich ist das Absicht, die Aufmachung der deutschen Ausgabe unterstreicht das Gefühl einen Klassiker zu lesen auf jeden Fall noch. Es werden auch viele dieser Klassiker erwähnt, da Henry ein Bücherwurm ist. Besonders Märchen haben es ihr angetan, definitiv ein Pluspunkt für diesen Charakter!

Fazit

Ein fabelhaftes Buch mit einer grandiosen Hauptfigur. „Der Gesang der Nachtigall“ ist einerseits voll von magischen Momenten und andererseits in der Realität verankert.
5 Sterne


4

Ein Brief an Jean Webster #buchpassion


Liebe Jean Webster,

Sie sind jetzt schon über 100 Jahre tot, aber Judy und Daddy Long Legs verzaubern immer noch jede Menge Leute. Hätten Sie sich das träumen lassen?

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"Selkie" - Eine Geschichte von enttäuschten Erwartungen, naiven Frauen und Blödheit

Selkie von Antonia NEumayer hat meine Erwartungen enttäuscht


Kennt ihr diese Geschichten, die so viel versprechen und so wenig halten?

„Selkie“ ist für mich eine dieser Geschichten. Und es tut mir auch sehr leid um die sicher sehr nette Autorin Antonia Neumayer (Jahrgang 1996, also etwa so alt wie meine kleine Schwester o.O), aber: Wieso? Wieso nur musste dieses Buch geschrieben werden? Wieso wurde es veröffentlicht? Und wieso hat sie meinen geliebten Selkies das angetan?

Als ich „Selkie“ vor ein paar Monaten in der Onleihe entdeckt habe, war ich begeistert.  Ein Buch über mein Lieblingsfabelwesen: Her damit! Nun gut, 22 Vormerker gab es schon für die 3 Exemplare. Ich habe mich als Nr. 23 auf die Liste gesetzt und gewartet. Naja, und dann fing das Elend an. Und ab hier fangen auch jede Menge Spoiler an in diesem Artikel. Denn ohne Spoiler geht es halt nicht, also entweder wegklicken (Die Rezension zu „Der Junge aus dem Meer“ ist z.B. spoilerfrei, da geht es auch um Selkies ^^ Sie ist allerdings auch 3 Jahre alt...) oder damit leben.

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[Leseratten zu Gast] Isa von Isas Bücherregal



Nach längerer Pause gibt es heute endlich wieder eine Leseratten Vorstellung. Schuld an der Pause ist übrigens nicht Isa, die ganz wunderbar ist und wie ich finde ein tolles Bild geschickt hat, sondern ich. Mit dem Beginn des Semesters ist dieses Mal einfach jede Blogplanung durcheinander geraten. Glücklicherweise ist es ja auch mein Letztes.

Aber jetzt, Vorhang auf für Isa, die auf ihren Blog Isas Bücherregal über viele verschiedene Bücher bloggt, von Conni über Jugendbüchern bis zu Sachbüchern. Denkt dran nach dem Lesen den Interviews doch einmal bei ihr vorbeizuschauen.

Gab es für dich "den" Moment oder "das" Buch, der/das dich zur Leseratte gemacht hat?
Ehrlich gesagt... Ich glaube nicht. Meine Familie hat mir als ich Kind war schon immer sehr viel vorgelesen. Ich habe es geliebt und ich denke, das hat einfach dazu geführt, dass ich später dann auch selber lesen wollte. (Ich konnte auch schon vor Schulbeginn lesen, da meine Oma es mir beigebracht hat :'D) Außerdem konnte ich die ganzen Bücher, die mir immer vorgelesen wurden, auswendig und habe dann so getan, als würde ich sie selber lesen. Ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, welches Buch ich als erstes selber gelesen habe. In „jungen Jahren“ waren es aber hauptsächlich Pferdebücher. Nur ich denke nicht, dass es wirklich „das“ Buch gab.

5

Meine liebsten Bücher von und über Frauen



Es war gar nicht so leicht, diese Liste zusammen zu stellen.
Warum? Naja, erstmal fiel mit plötzlich kein einziges Buch ein, dass in diese Kategorie passte. Und dann habe ich festgestellt, dass sehr viele Frauen eben nicht über Frauen schreiben sondern über Männer. Und ich wollte ja auch weibliche Hauptfiguren. Umgekehrt wurden sehr viele Bücher mit tollen weiblichen Hauptfiguren von Männern geschrieben.


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[Rezension] #fingerweg

Informationen zum Buch

Quelle: Carlsen

#fingerweg



Taschenbuch
224Seiten
6,99 €
ISBN 978-3-551-31543-4
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-

Erster Eindruck:

Irgendwie mag ich das Cover, auch wenn es nichts besonderes ist. Es zeigt eine gewisse Verletzlichkeit.

Inhalt:

In Lisas Leben läuft grade alles super. Direkt nach dem Abitur bekommt sie ihr Traumpraktikum: Bei Maxime Léon, einem bekannten Regisseur. Damit stehen ihr alle Türen in der Filmwelt offen und interessant ist es auch noch.  Wenn sie sich bloß nicht so unwohl fühlen würde in Maximes Gegenwart.

4

[Jules Rezension] Obsidian

Hallo meine Lieben!
Es ist wieder der erste Freitag im Monat ist und hier bin ich wieder mit einer Buchvorstellung!
Ich habe mich für Obsidian: Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout entschieden, da ich einfach wiedermal Lust auf einen unterhaltsamen Jugendroman hatte.

Informationen zum Buch

Quelle: Carlsen

Obsidian.
Schattendunkel

Jennifer L. Armentrout

Übersetzer: Anja Malich
Hardcover
400 Seiten
18,99 €
ISBN: 978-3-551-58331-4
Website des Verlags


Erster Eindruck

Das Cover wirkt stimmungsvoll und schön mit dem Bokeh über dem Bild, auf dem zwei Schattenfiguren zu sehen sind.

Inhalt

Die 17-jährige Katy und ihre Mutter ziehen nach dem Tod ihres Vaters nach West Virginia in einen winzig kleinen Ort. Da ihre Mutter Bedenken hat, dass Katy schnell Freunde findet, überredet sie ihre Tochter bei den Nachbarn zu klingeln um die Geschwister kennezulernen, die ungefähr im gleichen Alter wie Katy sind.
Die Geschwister sind Zwillinge, ein Junge namens Daemon und ein Mädchen namens Dee. Während Dee und Katy bald beste Freundinnen sind, entsteht zwischen Daemon und Katy eine Art Hass-Liebe. Und schon bald kommen Katy erste Zweifel, dass bei den Zwillingen alles mit rechten Dingen zugeht...

3

Ein Besuch auf Schreckenstein

Kennt ihr die Jugendbuchreihe „Die Jungen von Burg Schreckenstein“ von Oliver Hassencamp? Mein Vater und seine Brüder haben damals sehr viele davon gelesen und irgendwann habe ich die Bücher bei meinen Großeltern gefunden. Und geliebt.

15

[Rezension] Salz für die See

Informationen zum Buch

Quelle: Königskinder

Salz für die See


Übersetzer: Henning Ahrens
Hardcover
416 Seiten
19,99 € [D] 20,60 € [A]
ISBN 978-3-551-56023-0
Website des Verlags

-Rezensionsexemplar-

Erster Eindruck

Tja, ein Königskinder-Buch. Also: Wunderbares Cover ist quasi selbstverständlich. Mich erinnert es übrigens ein wenig an die DGzRS Werbung, da ist auch immer viel aufgewühltes Wasser und ähnliche Farben sind das auch. Unter dem Schutzumschlag ist übrigens "Wilhelm Gustloff" eingeprägt. Und es gibt ein Lesebändchen!

Inhalt

Es ist Januar 1945. Die sowjetischen Truppen rücken immer weiter vor in Ostpreußen.
Florian, Emilia und Joana sind auf der Flucht. Jeder für sich und doch irgendwie zusammen. Und jeder hat seine Geheimnisse.
Alfred ist Soldat. Mehr oder weniger. Einsatzort: Die "Wilhelm Gustloff".

8

Ein Brief an Rainer M. Schröder



Lieber Herr Schröder,

ich möchte Ihnen danken. Für Ihre vielen tollen Bücher. Und irgendwie auch für Ihre - meiner Meinung nach- nicht so guten Bücher.

Ich habe „Das Geheimnis des Kartenmachers“ damals geschenkt bekommen. Von wem oder zu welchem Anlass weiß ich nicht mehr, auch wenn ich stark meine Tante und Weihnachten im Verdacht habe. Und noch heute nach mittlerweile sicher 10 Jahren oder mehr kann ich mich an fast jedes Detail dieser Geschichte erinnern. Schon der Klappentext versetzt mich wieder zurück und löst ein wohliges Gefühl aus. Genauso wie nur der Anblick der Falken-Saga in meinem Regal in mir den Wunsch aufkommen lässt ein großes Abenteuer zu erleben. Und Rätsel zu lösen. Jede Menge, vorzugsweise beduinische Rätsel.

Sie haben meine Vorstellung von einem guten historischen Roman geprägt wie kein anderer Autor. Und auch wenn mich später Rebecca Gablé und Andere ebenso begeisterten, so haben sie mich jedoch nicht so stark geprägt. Wenn ich einen historischen Roman lese und am Ende kein Nachwort mit den historischen Fakten finde bin ich enttäuscht. Und auch wenn ich nie eines der Bücher aus den Bibliographien Ihrer Bücher gelesen habe, gehört ein solches Verzeichnis weiterführender Literatur für mich ebenso zu einem historischen Roman. Genauso wie es mich aufregt, wenn eine Handlung eigentlich auch in jeder anderen Zeit spielen könnte. Denn Sie haben mir gezeigt, wie wunderbar es sein kann „richtige“ Geschichte durch die Augen einer Buchfigur zu erleben. Und das besagte Buchfigur dazu auch nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen muss.

Zwar konnten mich einige Ihrer Bücher nie richtig packen z.B. sind mir Abby Lynn und Madison Mayfield immer fremd geblieben, aber auch daraus habe ich gelernt. Bücher, wie „Meiner Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser“  dagegen habe mich in eine andere, exotische Welt entführt, mich neue Dinge lernen lassen und bestimmte Vorstellungen über Bord werfen lassen („Das unsichtbare Siegel“ ist ein auch sehr gutes Beispiel für letzteres) und andere wie „Land des Feuers, Land der Sehnsucht“ erkennen lassen, dass auch in der Fremde vieles nach zu Hause klingt.

Ich bin quasi mit Ihren Buchfiguren erwachsen geworden, aber jedes Mal, wenn ich denke „Jetzt bin ich zu erwachsen für diese Bücher“ entdecke ich ein neues Buch von Ihnen, das mich vom Gegenteil überzeugt. Die Medici-Trilogie z.B. oder „Himmel ohne Sterne“, ein Buch das mich ebenso begeistert wie traurig und erschüttert zurück gelassen hat.
Ich möchte gar nicht zählen in wie viele ihrer Figuren ich irgendwie verliebt war. Auch wenn sie (fast) alle immer nach Amerika auswandern wollen, eine Sehnsucht, die ich nicht verstehen kann. Aber schließlich haben Ihre Figuren ja auch nicht das Glück mit Ihren Bücher durch die Welt und Zeit reisen zu könne.

Davon, dass mir Ihre Bücher (und besonders Ihre Nachworte) im Geschichtsunterricht geholfen haben, muss ich glaube ich gar nicht anfangen, oder? Sie haben Geschichte zu einem meiner Lieblingsfächer in der Schule werden lassen und gewissermaßen zu meinen 15 Punkten, also einer 1+, im mündlichen Geschichtsabi beigetragen. Auch wenn ich als Gedankenstütze noch gut ein Buch über den Präsidentschaftswahlkampf 1932 zwischen Roosevelt und Hoover hätte gebrauchen können. ;-) Aber dass mir die vielen Jahreszahlen und Fakten nicht langweilig wurden, das ist Ihr Verdienst.


Danke, dass ich an Ihrer Seite und der Seite Ihrer Figuren durch die Zeit reisen darf. Ich hoffe, dass ich auch in der Zukunft noch ganz oft eines Ihrer Bücher zu meiner persönlichen TARDIS machen kann. 
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[Rezension] Nenn mich nicht bei meinem Namen

Informationen zum Buch

Quelle: cbj

Nenn mich nicht bei meinem Namen



Taschenbuch
320 Seiten
€ 8,99 [D] | € 9,30 [A]
ISBN 978-3-570-40228-3
Website des Verlags

Erster Eindruck

Gibt es ein Cover, das noch mehr „Ich bin ein historischer Jugendroman“ schreit? Aber ich mag es trotzdem :)

Inhalt

Eliane  hat den Holocaust überlebt. Grade so. Aber sie kann nicht beweisen, wer sie ist und hat deswegen in Nachkriegs-Deutschland keine Identität. Bis sie eine alte Dame trifft, durch diese bekommt sie einen neuen Namen. Aber auch eine neue, gefährliche Aufgabe.

Meine Meinung

Ich habe bereits vor einigen Monaten „Himmel ohne Sterne“von Rainer M. Schröder gelesen, welches das gleiche Thema behandelt nämlich die illegale Einwanderung nach Palästina nach Ende des 2. Weltkriegs. Vielleicht hatte ich auch deswegen meine Probleme mit „Nenn mich nicht bei meinem Namen“, denn Rainer M. Schröder ist nun mal ein Autor, mit dem ich quasi groß geworden bin. Seine historischen Romane haben mein Verständnis für dieses Genre vielleicht mehr geprägt als jeder andere Autor.

Erstmal: Im Buch wird immer von der Alija Daleth geredet. Keine Ahnung ob das ein Fehler in meiner Ausgabe ist oder ein generell Fehler. Denn die Einwanderung hieß Alija Bet, von Alija (Einwanderung) und Bet, dem zweiten Buchstaben im hebräischen Alphabet.
Dazu scheint mir die Hagana doch sehr leichtgläubig. Klar, sicher hatten die allermeisten der Juden keine gesicherte Identität und diejenigen, die sich auf den Weg nach Palästina machten am allerwenigsten. Aber ein Mädchen einfach so akzeptieren? Nur weil sie angeblich wichtige Negative bei sich trägt? Ein bisschen Skepsis ist da ja schon angebracht, denke ich. Außerdem versucht Eliane fast 1 Jahr lang auf eines der Schiffe zu kommen. Da kommt keiner auf die Idee sie vielleicht auch zur Kämpferin auszubilden? Sie scheint ja bekannt zu sein unter der Hagana- Führung. Das passt einfach nicht finde ich, denn die Hagana war soweit ich weiß nicht einfach nur ein Haufen Verrückter sondern gut organisiert. Fast schon eher eine richtige Armee, denn eine Miliz.
Und die Briten scheinen mir am Ende doch sehr leichtgläubig bzw. sogar sorglos. Mehr sei dazu einfach nicht gesagt.

Liane hat einfach viel zu viel Glück. Ja, verdammt es ist ein Jugendbuch. Aber auch Jugendliche können was ab und das war damals einfach kein Zuckerschlecken. Es muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein! Und Waltraut Lewin macht hier genau das: Es wird immer alle gut, alle Probleme sind eher Schrecksekunden, als richtige Probleme. So viel Glück hat ein einzelner Mensch einfach nicht!!
Vom Schreibstil ist „Nenn mich nicht bei meinem Namen“ wirklich gut, die Charaktere sind vielfältig, wenn auch teilweise eindimensional. Von den Wenigsten wird die Motivation hinterfragt. Aber trotzdem gut geschrieben.

Fazit

Ein gutgemeintes und gut geschriebenes Buch über ein interessantes Thema. Aber leider ein bisschen zu viel „Alles wird gut“-Mentalität.


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5 englische Bücher für Einsteiger (+ Gewinnspiel)

5 Englische Bücher für Einsteiger


Einer der Beiträge aus der Anfangszeit des Blogs, der immer noch regelmäßig geklickt wird ist „Englische Bücher? Aber ich kann doch nur Schulenglisch!“ Und weil der jetzt schon 3 Jahre alt ist, dachte ich es wird Zeit für ein kleines Update.

Die grundlegenden Empfehlungen stehen zwar immer noch d.h. die rote Reihe von Reclam, die Senior English Library von Cornelsen und die Klett English Editions sowie andere Bücher mit Vokabelhilfe sind nach wie vor ein toller Einstieg.

Aber heute möchte ich euch mal 5 (+1) Bücher vorstellen, die ich persönlich für einen tollen Einstieg halte. Nicht zu schwierig, aber trotzdem spannend. Und ohne Vokabelhilfe, also ganz normale Bücher ;)

19

[Rezension] The Mystery of the Clockwork Sparrow

Informationen zum Buch

Quelle: Egmont UK

The Mystery of the Clockwork Sparrow



Taschenbuch
315 Seiten
£6,99
ISBN 978-1-4052-7617-7
Website des Verlags

Erster Eindruck:

Noch ein „Mitbringsel“ von der YALC und es ist soo schön. Mal ein etwas anderes Cover

Inhalt:

Nach dem frühen Tod ihres Vaters nimmt Sophie eine Stellung als Verkäuferin im grade eröffneten Kaufhaus Sinclair’s an. Ein ganz normaler Job für ein junges mittelloses Mädchen um 1900. Aber da ahnt sie noch nicht, dass sie sich bald mitten in einem Kriminalfall befinden wird. Ein juwelenbesetzter mechanischer Spatz wird aus der Austellungshalle gestohlen und Sophie ist die Hauptverdächtige! Zusammen mit ihren Freunden sucht sie den wahren Dieb…

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[Rezension] Rosie Goes to War

Informationen zum Buch

Quelle: Accent YA

Rosie Goes to War



Taschenbuch
240 Seiten
£7.99
ISBN 9781783752515
Website des Verlags


Erster Eindruck:

Coverkauf. Aber sowas von. Auf der YALC gesehen und nach etwas hin und her gekauft.

Inhalt:

Beim Aufräumen im Haus ihrer Großmutter findet Rosie einen alten Koffer. Und als sie die alte Kleidung darin anprobiert findet sie sich plötzlich in der Vergangenheit wieder. Und zwar 1940. In London. Mitten im Krieg. Und trifft ihre Großmutter als junges Mädchen.
Nur: Wie kommt sie wieder zurück? Und was passiert, wenn sie nicht wieder zurück kommt?

6

Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern - Daddy Langbein


Moin!
Für meinen Beitrag zu „Wir stopfen das Sommerloch mit Klassikern“ habe ich alle meine Verbindungen spielen lassen und konnte so ein exklusives Interview mit Judy Abbott führen. Das Ganze involvierte eine Zeitmaschine aber ich habe es geschafft.

Judy ist nämlich die Hauptfigur in „Daddy Langbein“/ „Daddy Long-legs) (leider aktuell nur auf Englisch erhältlich). Sie ist eine Waise, der ein reicher Mann, den Besuch eines Colleges ermöglicht. Einzige Bedingung: Judy soll ihm jeden Monat einen Brief schreiben und über ihren Alltag berichten. Aus diesen Briefen besteht „Daddy Langbein“, teilweise sind diese auch mit witzigen Zeichnungen versehen.
10

[Rezension] One Dollar Horse

huhu,

es ist doch keine Rezension aus dem Archiv geworden. Aber auch nicht "The Bone Season". Ich brauchte nämlich etwas positive Ablenkung und habe es deswegen nach etwas stöbern in der Onleihe spontan mit "One Dollar Horse" versucht. Wie das ausgegangen ist? Lies selbst:

Informationen zum Buch

Quelle: Verlag Freies Geistesleben

One Dollar Horse


Übersetzer: Christoph Renfer
Hardcover
318 Seiten
17,90€
ISBN 978-3-7725-2691-6
Website des Verlags


Erster Eindruck

Das Cover wirkt sehr erwachsen, also für ein Pferdebuch. Ich finde es sehr schön, dass das englische Cover quasi übernommen wurde vom Verlag Freies Geistesleben (Kannte ich bisher noch nicht xD)
Es gibt auch noch eine Taschenbuchausgabe von Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, deren Cover ist mMn ganz grässlich. Halt typisch Pferdebuch und wirkt für mich eher an eine jüngere Zielgruppe gerichtet.

Inhalt

Caseys großer Traum ist es einmal in Badminton, einem der größten Vielseitigkeitsturniere der Welt, zu gewinnen. Aber wie soll das möglich sein für eine 15-jährige aus einem Londoner Problemviertel? Doch dann trifft sie auf ein vollkommen verängstigtes, abgemagertes Pferd und kauft es dem Abdecker ab: Für einen Dollar. Und mit Storm Warning, wie sie das Pferd tauft, scheint ihr Traum möglich zu werden...

3

[Rezension] Die Welt wär besser ohne dich

Huhu,

im Moment bin ich etwas im Lernstress(jaa, es ist auch sehr stressig sich vom lernen abzulenken. Gut, und meine Kopfschmerzen helfen weder beim lernen noch beim ablenken *seufz*) Deswegen gibt es heute quasi eine Rezension aus dem "Archiv". Und nächste Woche wahrscheinlich auch noch (außer ich schaffe es bis dahin "The Bone Season" zu lesen und zu rezensieren).
Mein Archiv ist ein Ordner namens "Unveröffentlichte Rezensionen", der fertige und halbfertige Rezensionen zu diversen Büchern enthält. "Die Welt wäre besser ohne dich" habe ich in den letzten Semesterferien gelesen. Onleihe sei dank (Ich liebe die Onleihe, sie ist einfach nur perfekt für plötzliche Leseanfälle). Laut Zeitstempel auf der Word-Datei habe ich die Rezension gegen 23 Uhr geschrieben, was man - fürchte ich - merkt. Ich entschuldige mich einfach schon im Voraus dafür.

Aber los geht es:

Informationen zum Buch

Quelle: Ravensburger

Die Welt wär besser ohne dich

Sarah Darer Littman

Übersetzer: Franziska Jaekel
Hardcover
384 Seiten
14,99 € (D) ; 15,41 € (A)
ISBN 978-3-473-40135-2
Verlagswebsite



Erster Eindruck:

Schöne Farben. Und ansonsten halt ziemlich typisch Jugendbuch.

Inhalt:

 Lara kann es nicht fassen als ihr Schwarm Christian sie auf Facebook plötzlich ignoriert. Und schreibt er auch noch auf ihre Pinnwand, dass die Welt ohne sie besser wäre. Sie beschließt ihm den Wunsch zu erfüllen…

5

Dürfen Bücher rassistisch sein?



"Nigra bint lookin' for a government check, more like"
 (Eher eine Nigger Schlampe, die einen Scheck von der Regierung möchte)
"Must want to be raped by some of them Japs, yeah, that's what she wants"
(Will wohl von einigen von den Japanern vergewaltigt werden, ja, das ist es was sie möchte)

Das sind nur zwei Sätze aus Front Lines. Front Lines ist aber kein (mehr oder weniger) würdevoll gealterter Klassiker. Nein, Front Lines ist erst Anfang dieses Jahres erschienen. Seit ich es gelesen habe stelle ich mir immer wieder eine Frage: Dürfen Bücher rassistisch sein?

Darf ein Autor solche Sachen schreiben? Im vollen Bewusstsein, dass es keine besonderes netten Sachen sind, die sein/ihr Charakter da sagt?
7

Leselaunen #15

Es ist wieder Zeit für die Leselaunen von Novembertochter. Ganz allein ihre Idee und auf ihrem Blog findet man auch die Linkliste mit allen teilnehmenden Blogs. Ich muss im übrigen dringend daran arbeiten, mir Dienstags genug Zeit zu verschaffen um diesen Blogpost zu schreiben. Es geht grade jetzt, wo es auf die Klausuren zu geht viel zu häufig unter.

Aktuelles Buch?

Quelle: Bastei Lübbe
Beastly von Alex Flinn

Beastly dürfte das einzige Buch sein, bei dem ich die Filmversion besser finde. Ich liebe den Film, aber in das Buch komme ich irgendwie nicht richtig rein.

Mich stört das Chat-Format zwischendrin und vom Schreibstil generell nervt es (und es gibt kein Neil Patrick Harris *seufz*)

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